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Die Zukunft von bioabbaubaren Materialien bis 2020

07.02.2011, von: Jan Switten / Susanna Stock

In einem aktuellen InnoLetter fasst Jan Switten Eindrücke und Erkenntnisse der European Bioplastics Conference vom Dezember des vergangenen Jahres zusammen. Hier eine Zusammenfassung des Beitrags.

Jan Switten, Mitglied der InnoNet-Partners.
Quelle: Jan Switten

Zwei grundsätzliche definitorische Unterscheidungen von Bioplastics sind heute verbindlich zu treffen, sie sind

  • Materialen aus nachwachsenden Rohstoffen und nicht bioabbaubar oder
  • bioabbaubare oder kompostierbare Materialen aus nachwachsenden oder fossilen Rohstoffen.

Die Folge ist laut Autor: Nachhaltigkeit rückt mehr und mehr in den Vordergrund und wird in der Zukunft die Materialauswahl bestimmen.

In der Verpackungsindustrie ist der Kenntnisstand über diese Materialen in den letzten Jahren sehr stark gewachsen: Produkte werden verbessert und auch neue Produkte entwickelt (mit der Folge, dass sie zweistellig wachsen). So hat Novamont seine zweite Generation Mater-Bi mit deutlich verbesserten mechanischen, optischen Eigenschaften wie auch Verarbeitungsparametern ausgestattet. Auch auf reiner Stärke basierte Materialen werden mit diesen Attributen für mehr Anwendungen angepasst (Beispiele Biotec, Biop, Roquette, Cereplast, Vegeplast, usw…).

Mit der Inbetriebnahme neuer Kapazitäten z. Bsp. von PLA in USA und Asien, in Kürze auch in Europa, werden zugleich verbesserte thermische und mechanische Eigenschaften des Materials zu erwarten sein : Aus den Joint Ventures und Kooperationen zwischen Purac und Arkema, Nature Works und Tejin , usw. sind Entwicklungen leistungsfähigerer Materialien angekündigt.

Seit dem letzten Jahr ist eine Entwicklung erkennbar, wonach die Biokunststoff-Technologie einen Wandel vollzieht:

  • Vermarktung von Biokunststoffen, die durch Fermentation natürlicher oder genetisch modifizierter Mikro-Organismen entstehen;
  • Einführung von nicht abbaubarem PE, PP, PVC, produziert aus Ethanol auf Basis nachwachsender Rohstoffe (Braskem, Dow Chemicals, Solvay);
  • Wachstum von bi-orientiertem PLA mit verbesserten Eigenschaften.

Weiter werden verschiedene neue Technologien eingeführt:

  • Cereplast (USA) plant die Einführung einer neuen Reihe Biokunststoffe aus natürlichen Algen (2011);
  • verschiedene Firmen untersuchen Möglichkeiten, Biokunststoffe direkt aus Luft/CO2 herzustellen;
  • neue Zucker-basierte Biokunststoffe aus landwirtschaftlichen Rückständen und über einen niedrigenergetischen Umsetzungsprozess erzeugt werden voraussichtlich in fünf Jahren vermarket werden.

Europa ist jetzt schon der größte regionale Markt für Biokunststoffe mit 50 % Marktanteil. Es kann aber erwartet werden, dass die USA und insbesondere Asien Marktanteile gewinnen werden.

Die vollständige Information finden Sie auf www.innoform.de unter InnoLetters.

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