Verpacken aktuell  

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Diskussionsschub für ein Zukunftsthema

VERBÄNDE STEHEN HINTER SAVE FOOD

02.03.2011, von: Susanna Stock

Die interpack widmet dem Thema Save Food eine Plattform, wie nun seit einigen Wochen bekannt ist. Die Initiative wird von den Trägerverbänden der Messe geschlossen unterstützt (Verbände stehen hinter Save Food). Verpacken-aktuell.de fragt nach: Wie sieht diese Unterstützung inhaltlich aus?

Besondere Aktualität erhält das Thema auch vor dem Hintergrund, dass sich derzeit die führenden Köpfe globaler Lebensmittelkonzerne wie Nestlé oder Unilever darüber äußern, wie der durch Steuermittel bzw. Subventionen geförderte Anbau von landwirtschaftlichen Produkten zur Nutzung als Bio-Sprit mit dem extremen Preisanstieg wichtiger Grundnahrungsmittel in Einklang zu bringen ist.

Statement von Dipl.-Ing. Jörg Höppner, Verband Metallverpackungen:

Quelle: Verband Metallverpackungen e.V.

Die Hersteller von Metallverpackungen begrüßen - ebenso wie die übrigen im Gemeinschaftsausschuss Deutscher Verpackungshersteller (GADV) zusammengeschlossenen Verpackungsverbände - die Initiative ausdrücklich. Dies ist eine sehr gute Gelegenheit, den Beitrag von Verpackungen zum nachhaltigen Ressourcenschutz entsprechend darzustellen. Zu Unrecht werden Verpackungen auf ein "Abfallproblem" reduziert. Nicht nur in den sogenannten entwickelten Ländern, sondern gerade auch in Schwellen- und Entwicklungsländern, die oftmals nur über wenige oder unzureichende Verpackungssysteme verfügen, können Verpackungen vor Verlust und Verderb von lebenswichtigen Nahrungsmitteln schützen.

Schon seit Längerem ist das Thema "Nachhaltigkeit" in der Verpackungsindustrie angekommen. So wird auch die Initiative Save Food als ein weiteres Element gesehen, den vielschichtigen Komplex "Nachhaltigkeit" konkret mit Leben zu füllen. Sie können davon ausgehen, dass insbesondere die Lebensmitteldose - nun schon bereits seit 200 Jahren - ihren Beitrag zu Save Food geleistet hat und weiterhin leisten wird.

Ein Beispiel für die Zukunftsgewandheit ist die Plattform "Die Dosenköche", in der namhafte deutsche Hersteller von Lebensmitteln sowie die Metallverpackungsindustrie organisiert sind. Kernaufgabe der Initiative ist die Schulung von Ernährungsberatern. Dabei wird neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung auch sehr viel Wert auf den verantwortungsbewussten Umgang mit Nahrungsmitteln gelegt. Die Kombination aus hochwertigen Nahrungsmitteln und einer absolut sicheren Verpackung, die durch Lebensmittel in Dosen garantiert wird, trägt aus unserer Sicht den wichtigsten Zielen des Save Food Projektes Rechnung. Aktuell laufen vor diesem Hintergrund Planungen, die Initiative "Die Dosenköche" am Partnerprogramm des Save Food Kongresses zu beteiligen.

Statement von Ulf Kelterborn, Hauptgeschäftsführer IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen:

Quelle: IK

Der ausreichende Schutz von Lebensmitteln wird vor dem Hintergrund der weltweiten Bevölkerungsentwicklung und der sich weiter verschlechternden ökologischen Rahmenbedingungen immer bedeutsamer. Insofern unterstützt die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. die Initiative der Messe Düsseldorf, das Thema "Save Food" auf der diesjährigen interpack in den Fokus zu stellen. Dabei wird zu verdeutlichen sein, dass dem Schutz von Lebensmitteln mit geeigneten Verpackungen nicht nur eine hohe soziale Funktion zukommt, sondern gleichzeitig auch klimaschützende- und ressourcenschonende Faktoren eine wesentliche Rolle in diesem Zusammenhang spielen. Gerade Kunststoffe mit ihren vielfältigen Schutzeigenschaften sind als Verpackungsmaterial für Nahrungsmittel besonders geeignet. Durch sie bleiben Lebensmittel nicht nur länger frisch und genießbar, die extreme Leichtigkeit des Materials ist auch besonders umweltrelevant. Die deutsche Kunststoffverpackungsindustrie ist davon überzeugt, dass der von der Messe Düsseldorf im Rahmen der interpack 2011 organisierte Kongress Save food insgesamt zu einer sachlicheren Betrachtung von Verpackungen führen wird und diesen Produkten damit auch zu einem Stellenwert verhelfen kann, der ihnen sozial, ökologisch und ökonomisch zusteht.

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