15.08.2011
Auch nachträglich können pharmazeutische Produkte noch mit wichtigen Informationen versehen werden; Schreiner MediPharm hat dafür ein Etikett entwickelt, dass partiell mit einer wasseraufnehmenden Schicht versehen und dadurch per Inkjet-Druck beschriftet werden kann.
Quelle: Schreiner MediPharm
Für die variable Kennzeichnung von pharmazeutischen Produkten hat Schreiner MediPharm ein Spezialetikett entwickelt, welches das Bedrucken von Kunststofffolien auch mit wasserbasierenden Farben im Inkjet-Verfahren ermöglicht. Dies bietet dem Pharmahersteller eine umweltschonende, rationelle und preiswerte Alternative zur Verwendung von lösemittelbasierten Tinten.
In der Pharmaindustrie kommen zur Kennzeichnung von Glasgefäßen häufig transparente Folien zum Einsatz. Bislang waren wasserbasierende Tinten für das Bedrucken von Kunststofffolien mit Inkjet-Systemen nicht nutzbar, da sie vom Material nicht absorbiert werden können. Schreiner MediPharm löst diese Herausforderung, indem eine wasseraufnehmende Schicht auf Teile des Kunststoffetiketts aufgebracht wird. Dadurch ist die Nachbeschriftung mit Inkjet-Druckern und wasserbasierenden Farben möglich. Die Trockenzeit liegt dabei unter eine Sekunde, erklärt der Hersteller. Zudem kann das Etikett so gestaltet werden, dass der Barcode nach der Etikettierung geschützt unter einem Laminat liegt. Dies vermeidet mechanischen Abrieb und das Eindringen von Feuchtigkeit, beispielsweise durch Desinfektionsmittel. Für Behälter mit sehr engen Radien wurde zusätzlich eine Variante entwickelt, bei der sich der Abschnitt mit dem Barcode leicht aufrichtet und somit problemlos auszulesen ist.
Das spezielle Kunststofflabel ermöglicht eine schnelle, kostengünstige und qualitativ hochwertige Beschriftung per Tintenstrahldruck. Die Produkte können laut Schreiner MediPharm individuell mit bereits vorhandenen Inkjet-Systemen bedruckt werden, ohne Prozesse ändern zu müssen.