15.09.2011, von: Susanna Stock
Bei dickwandigen Materialien kann die neue Software ArtiosCAD 7.7 helfen, Spitzkerben schon in der Entwicklung zu simulieren.
Quelle: Esko Artwork
EskoArtwork gibt die Veröffentlichung einer neuen Version von ArtiosCAD für wellpappen- und kartonbasierte Verpackungen und Displays bekannt. Neue Leistungsmerkmale für die Software sind laut Anbieter eine breite Palette von Schneidwerkzeugen, ein geschlossener CAPE-Workflow und optimierte Werkzeuge für die Stanzformherstellung; in der Summe soll das Programm Verpackungsentwickler, Verarbeiter und Hersteller von P.O.S.-Materialien mit Funktionserweiterungen unterstützen, die die Arbeit mit speziellen Display-Materialien wesentlich vereinfachen. Entsprechend der Unternehmensphilosophie von Esko Artwork sollen von den neuen Leistungsmerkmalen alle Beteiligten der Lieferkette profitieren können - von der Entwicklung bis zur Stanzform und Palettierung.
"Wir möchten den Produktionsworkflow unserer Kunden effizienter gestalten. Die neuen Funktionen in ArtiosCAD werden den Verarbeitern helfen, eine effizientere Palettierung der Verpackung zu gewährleisten und spezielle Stanzwerkzeuge einfacher zu erstellen", erläutert Richard Deroo, Structural Design Product Manager bei EskoArtowrk. Zu den neuen Leistungsmerkmalen zählen:
Von den Grundelementen eines P.O.S.-Produktes zum fertigen Display in wenigen Mausklicks: Das verspricht Esko Artwork namens der neuen Software.
Quelle: Esko Artwork
In wettbewerbsintensiven Branchen bieten individuelle 3D-Displays die Chancen zu größere Margen. Daher investieren nach Angaben von Esko Artwork immer mehr Unternehmen in ArtiosCAD als ein Konstruktionswerkzeug für Entwicklungsabteilungen, das in Verbindung mit digitalen Flachbettdruckern und Kongsberg-Schneideanlagen eingesetzt wird. Schon seit langem wird ArtiosCAD als Konstruktionswerkzeug eingesetzt, indem es das Produktportfolio um P.O.S-Displaystandards erweitern hilft. In der P.O.S-Bibliothek finden sich Entwurfsvorlagen mit Basisparametern, auf deren Grundlage Displays entworfen werden können oder ein kreativer Designprozess eingeleitet werden kann. Die jüngste Version von ArtiosCAD bietet dazu zwei neue Werkzeuge:
Perfekte Palettenauslastung schon bei der Verpackungsentwicklung berücksichtigen, auch das ist ein Anwendungsbereich der neuen Software.
Quelle: Esko Artwork
Diese Werkzeuge erweitern die bereits umfassende Palette von Leistungsmerkmalen, die den Herstellern von Schildern und POP-Displays helfen, außergewöhnliche Konstruktionsentwürfe für 3D-Displays zu erstellen. So ermöglicht das Klebewerkzeug die einfache Montage und das Anzeigen von verbundenen Falten und Einzelteilen. Anwender können die Klebeflächen und entsprechenden Zielbereiche festlegen, so dass Entwürfe schnell zusammengefügt und einfache Displays montiert werden können. Die zum Patent angemeldete und nur in ArtiosCAD verfügbare Technologie der gebogenen Rillungen vereinfacht die Arbeit der Entwickler mit gewölbten Falten und Stanzungen, da sie die Entwürfe mit gewölbten Rillungen als Teil des 3D-Moduls visualisieren können. Um das Berichtswesen und den Produktionsvorgang zu unterstützen, kann ArtiosCAD für mehrteilige Entwurfsprojekte auf Tastendruck automatisch eine Materialaufstellung ausgeben.
Befinden sich die Knickstellen an den richtigen Positionen, reichen die Kerben für das gewünschte Ergebnis aus? Mit ArtiosCAD 7.7 sollen diese Antworten schon am Computer ablesbar sein.
Quelle: Esko Artwork
Das im belgischen Turnhout ansässige Unternehmen Digiforma stellt Messestände, Paneele und eine breite Palette von Displays und Möbeln aus "Reboard" her. Das Material wird auf zwei digitalen Flachbettdruckern bedruckt und auf einer Kongsberg-Weiterverarbeitungsanlage zugeschnitten. Seit dreieinhalb Jahren arbeitet das Unternehmen mit ArtiosCAD und seit drei Monaten testet es die neuesten Leistungsmerkmale der Software.
"Das Wichtigste an ArtiosCAD ist, dass man "Reboard" so realistisch dreidimensional falten kann, als ob man es selbst in der Hand halten würde. Zuvor war der Übergang von 2D auf 3D nicht so genau, vor allem, wenn wir Spitzkerben erstellt haben. Es war aufwändig zu prüfen, wie das Produkt nach dem Schneiden und Falten aussehen würde. Um sicher zu gehen, haben wir maßstabsgerechte Modelle gebaut und diese dann gefaltet, um zu sehen, ob es funktionierte. Jetzt erlaubt uns die 3D-Entwurfsfunktion von ArtiosCAD, jederzeit exakte Spitzkerben zu schneiden. Wir führen die 3D-Entwürfe sogar unseren Kunden vor. So sparen wir viel Zeit für Entwurf und Freigabe, etwa ein oder zwei Tage, weil wir weniger Prototypen bauen müssen", erläutert Olivier Ceulemans, Geschäftsführer von Digiforma. "Kürzlich haben wir sogar eine übergroße Ausführung eines Waschmittelkartons hergestellt. Dieser war 3,5 Meter hoch und enthielt eine Tonne Waschpulver. Der gesamte Karton bestand aus "Reboard". Wir haben ihn in 2D entworfen, in 3D geprüft und mussten nicht einmal einen Prototypen bauen. Alles hat perfekt gepasst, so dass wir gleich zur Produktion übergegangen sind."