VERPACKEN-AKTUELL

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EU Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft

IK fordert schnelleres Deponieverbot und Stärkung der Rezyklatmärkte

18. März 2020

Die EU-Kom­mis­si­on stell­te am 11. März 2020 ih­ren neu­en Ak­ti­ons­plan für die Kreis­l­auf­wirt­schaft vor. Um die Wei­chen für den not­wen­di­gen Wan­del in der In­dus­trie zu stel­len, hat die IK In­dus­trie­ver­ei­ni­gung Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen kla­re Er­war­tun­gen an die­sen Ak­ti­ons­plan: ein schnel­le­res Ende des De­po­nie­ver­bots für Kunst­stoff­ver­pa­ckungs­ab­fäl­le und die Stär­kung der Re­zy­klat­märk­te sind die wich­tigs­ten Stell­schrau­ben. Gleich­zei­tig warnt der Ver­band vor den in Brüs­sel dis­ku­tier­ten Vor­schlä­gen für Pro­dukt­ver­bo­te und eine so gen­nann­te Plas­tik­steu­er. Die Ne­ben­wir­kun­gen sol­cher Maß­nah­men wä­ren schäd­lich für den Kli­ma­schutz und die an­ge­streb­te Kreis­l­auf­wirt­schaft.

Erwartungen der Industrie an den Aktionsplan: Entwicklung der Rezyklatmärkte muss marktwirtschaftlichen Grundsätzen folgen

Die IK-Mit­glieds­un­ter­neh­men ha­ben sich selbst ehr­gei­zi­ge Zie­le für eine bes­se­re Kreis­l­auf­füh­rung ih­rer Pro­duk­te ge­setzt. Von der Po­li­tik er­war­ten sie, dass die­se zwar die Zie­le vor­gibt, die Um­set­zung al­ler­dings den Un­ter­neh­men über­lässt. So ar­bei­tet die In­dus­trie im Rah­men der Cir­cu­lar Pla­stics Al­lian­ce be­reits in­ten­siv an der Um­set­zung des Ziels, bis 2025 min­des­tens 10 Mil­lio­nen Ton­nen Kunst­stoff-Re­zy­kla­te ein­zu­set­zen.

Die IK er­war­tet von der Po­li­tik Im­pul­se für die Ent­wick­lung funk­tio­nie­ren­der Märk­te für re­cy­cel­te Kunst­stoff­ma­te­ria­li­en, wel­che die von der kunst­stoff­ver­ar­bei­ten­den In­dus­trie be­nö­tig­ten Men­gen und Qua­li­tä­ten lie­fern kön­nen. Sie setzt sich da­bei für markt­wirt­schaft­li­che Maß­nah­men zur Stei­ge­rung des Ein­sat­zes von Re­cy­cling­ma­te­ria­li­en ein. Min­dest­quo­ten für Re­zy­kla­te in be­stimm­ten Pro­duk­ten hält die In­dus­trie da­ge­gen für den falschen Weg. „Bei vie­len Ver­pa­ckun­gen kann nicht ge­währ­leis­tet wer­den, dass Re­zy­kla­te in aus­rei­chen­der Men­ge und Qua­li­tät zur Ver­fü­gung ste­hen. Hin­zu kommt, dass für etwa 44 Pro­zent der Ver­pa­ckun­gen stren­ge Vor­ga­ben für die Le­bens­mit­tel­si­cher­heit gel­ten, die ei­nem Ein­satz von Re­zy­kla­ten stark ein­schrän­ken“, gibt Schmidt zu be­den­ken. „Es gibt an­de­re Mög­lich­kei­ten, den Re­zy­kla­tein­satz ef­fek­tiv zu för­dern, etwa über fi­nan­zi­el­le An­rei­ze.“

Eine bes­se­re ge­trenn­te Samm­lung von Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen ist ein wei­te­rer Schlüs­sel zur Stei­ge­rung der Kreis­l­auf­wirt­schaft. „Wir for­dern ehr­gei­zi­ge Zie­le für die ge­trenn­te Samm­lung von Kunst­stof­f­ab­fäl­len und den be­schleu­nig­ten Aus­stieg aus der De­po­nie­rung“, so Dr. Schmidt. „Das an­ge­kün­dig­te eu­ro­pa­weit ein­heit­li­che Mo­dell zur ge­trenn­ten Samm­lung ist be­grü­ßens­wert.“

Plastiksteuer und Produktverbote: Rückschritt für Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz

Kri­tisch sieht die IK vor al­lem die ge­plan­te Ab­ga­be auf nicht re­cy­cel­te Kunst­stoff­ver­pa­ckungs­ab­fäl­le. „Auf­grund der feh­len­den Zweck­bin­dung ent­zieht die Ab­ga­be ins­be­son­de­re Staa­ten mit schwa­cher Re­cy­clin­gin­fra­struk­tur drin­gend be­nö­tig­te In­ves­ti­ti­ons­mit­tel, um sich auf die ver­än­der­ten Be­din­gun­gen der Kreis­l­auf­wirt­schaft ein­zu­stel­len“, er­läu­tert IK Haupt­ge­schäfts­füh­rer Dr. Mar­tin En­gel­mann.

Auch Verbote haben das Potenzial dem Klima mehr zu schaden als zu nutzen.

„Wer Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen für Ge­mü­se oder Obst ver­bie­tet, igno­riert, dass die­se Pro­dukt­grup­pe fast 30 Pro­zent bei den Le­bens­mit­tel­ver­lus­ten aus­ma­chen“, er­klärt En­gel­mann wei­ter. „Ver­pa­ckun­gen tra­gen nach­weis­lich dazu bei, eben die­se Le­bens­mit­tel­ver­lus­te zu re­du­zie­ren. Hin­zu kommt, dass Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen im Fall von Ver­bo­ten in der Re­gel durch an­de­re, schwe­re­re Ma­te­ria­li­en er­setzt wer­den, was un­ter Kli­maa­spek­ten oft­mals schäd­lich ist.“

Auf dem Weg zu einem klimaneutralen und ökologisch nachhaltigen Europa: Chancen für die Industrie

Der neue Ak­ti­ons­plan für die Kreis­l­auf­wirt­schaft ist ein­ge­bet­tet in den Green Deal, den EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ur­su­la von der Leyen im De­zem­ber vor­stell­te und in des­sen Mit­tel­punkt der Über­gang zu ei­ner kli­ma­neu­tra­len, zir­ku­lä­ren Wirt­schaft bis 2050 steht.

In­ner­halb der Kunst­stoff­ver­pa­ckungs­in­dus­trie ha­ben die dort adres­sier­ten The­men be­reits Prio­ri­tät, bei­spiels­wei­se beim Set­zen ei­ge­ner am­bi­tio­nier­ter Re­cy­cling­zie­le für 2025: 90 Pro­zent re­cy­cling- oder mehr­weg­fä­hi­ge Ver­pa­ckun­gen (heu­te 75 Pro­zent) so­wie 1 Mil­li­on Ton­nen Re­zy­kla­tein­satz in Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen in Deutsch­land (heu­te 400.000 Ton­nen). Mit den Leit­fa­den Eco De­sign von Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen leis­tet die In­dus­trie einen zu­sätz­li­chen Bei­trag zur an­ge­kün­dig­ten Stra­te­gie für nach­hal­ti­ge Pro­duk­te.

„Für die Kunst­st­off­in­dus­trie bringt der an­ge­sto­ße­ne Wan­del auch neue Chan­cen: Wie kein an­de­res Ma­te­ri­al wer­den Kunst­stof­fe schließ­lich für die kli­ma­neu­tra­le Wirt­schaft ge­braucht, ob als Ro­tor­blät­ter von Win­d­ener­gie­an­la­gen oder als ener­gie- und res­sour­cen­spa­ren­de Ver­pa­ckun­gen für Le­bens­mit­tel und an­de­re Pro­duk­te“, so Dr. Isa­bell Schmidt. „Wir ar­bei­ten mit Hoch­druck am Schlie­ßen der Kreis­läu­fe und Neu­den­ken un­se­rer Pro­duk­te.“

APK AG ernennt Dr. Jürgen Flesch zum Vorstandsmitglied

Der Vor­stand der APK AG teilt mit, dass Dr. Jür­gen Flesch, 49, mit so­for­ti­ger Wir­kung zum neu­en Vor­stands­mit­glied be­stellt wird. Dr. Flesch, frü­her tä­tig für das Un­ter­neh­men Evo­nik In­dus­tries, ver­ant­wor­tet ...

Bewerbungen bis 30. April 2020

Un­ter­neh­men kön­nen sich ab so­fort und noch bis zum 30. April 2020 um den Deut­schen Nach­hal­tig­keits­preis be­wer­ben. Der Ge­samt­ver­band Kunst­stoff­ver­ar­bei­ten­de In­dus­trie e. V. (GK­V) ist er­neut in­sti­tu­tio­nel­ler Part­ner des Deut­schen ...

INTERNATIONAL CHANNEL

The backbone of packaging production

„The packaging business community is dealing with the unprecedented Coronavirus (COVID-19) situation with both urgency and a deep sense of care. It will come to an end. With many people ...

International Channel ...


Schlauchbeutel aus Papier

Pünkt­lich zur ab­ge­sag­ten In­ter­pack woll­te Toss Ver­pa­ckungs­sys­te­me aus Al­ten-Bu­seck eine in­ter­mit­tie­ren­de Schlauch­beu­tel­ma­schi­ne vom Typ VF200 vor­stel­len, die ne­ben von Kunst­stoff-Flach­fo­li­en auch un­be­schich­te­te Pa­pie­re zu Kis­sen­beu­teln formt. Der Heiß­kle­be­r­auf­trag für die ...

Recyclingsparte stärkt PIR- und PCR-Basis

Die glo­ba­le Kunst­stoff-Han­dels­grup­pe Me­ra­xis hat ihre Re­cy­clings­par­te um Re­gra­nu­la­te aus post­in­dus­tri­el­len Quel­len (PIR) und post-con­su­mer-Quel­len (P­CI) er­wei­tert. Die Pro­duk­te wer­den u.a. für Fo­li­enan­wen­dun­gen in der Ver­pa­ckungs­in­dus­trie, für Sä­cke und Beu­tel ...

Umschichten nach Bedarf der Kunden

Die Belieferung der Konsumgüterhersteller mit leistungsfähigen Transportverpackungen aus Wellpappe ist sichergestellt. Der Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) stellt klar, dass seine Mitglieder flexibel auf Nachfragespitzen reagieren, die Kapazitäten im Bedarfsfall ausweiten ...

Kartonverpackungsindustrie will höheren Bedarf sicher erfüllen

Auf Nach­fra­gen sei­tens der Ver­pa­ckungs­in­dus­trie hat die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on be­stä­tigt, dass für den Trans­port von Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­li­en – dar­un­ter auch auf Pa­pier­ba­sis ge­fer­tig­te Kar­tons und Kar­ton­ver­pa­ckun­gen – für wich­ti­ge In­dus­trie­zwei­ge wie ...

Neuer Geschäftsführer Carsten Strenger

ll­lig Ma­schi­nen­bau hat ab dem 17. Fe­bru­ar 2020 Cars­ten Stren­ger (50) als Ge­schäfts­füh­rer be­stellt. Ab 01. April 2020 tritt er die Nach­fol­ge von Karl Schäu­b­le (68) an, der die­se Funk­ti­on ...

IK fordert Einstufung der Produktion von Kunststoffverpackungen als „systemrelevant“

Um in der ak­tu­el­len Co­ro­na-Kri­se mög­lichst vie­le Le­ben zu schüt­zen, sind dras­ti­sche Ein­schrän­kun­gen des öf­fent­li­chen Le­bens ent­we­der be­reits ver­kün­det oder wer­den er­wo­gen. Im Na­men der über 300 Her­stel­ler von Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen ...

Food- und Online-Markt als Stützen

Die Mit­glie­der des Ver­ban­des der Well­pap­pen-In­dus­trie (VD­W) ha­ben im ver­gan­ge­nen Jahr 7,9 Mrd. m² Well­pap­pe ab­ge­setzt. Das wa­ren knapp 42 Mio. m² we­ni­ger als 2018 – ein Rück­gang um 0,5 ...

Nach langer Wachstumsphase erstmals rückläufige Zahlen

Die ins­ge­samt schwä­che­re Welt­kon­junk­tur hat im ab­ge­lau­fe­nen Jahr 2019 auch in den Pro­duk­ti­ons­zah­len von Ae­ro­sol­do­sen aus Alu­mi­ni­um ihre Spu­ren hin­ter­las­sen. Nach ei­nem ste­ti­gen, teil­wei­se ra­san­ten Wachs­tum in der ver­gan­ge­nen De­ka­de ...

Bluhm erweitert Internet-Kommunikation

Be­dingt durch die ge­gen­wär­ti­gen Mes­seab­sa­gen ge­hört Bluhm Sys­te­me zu den Fir­men, die be­gin­nen über er­wei­ter­te In­ter­net-Ak­ti­vi­tä­ten die Kun­den­bin­dung zu sta­bi­li­sie­ren oder auch zu er­wei­tern. Eine in­ter­ak­tiv ge­stal­te­te Mes­se­pin­wan­d in­for­miert ...

Borealis produziert erneuerbares PP

Bo­rea­lis hat mit der Pro­duk­ti­on von auf er­neu­er­ba­ren Roh­stof­fen ba­sie­ren­dem Po­ly­pro­py­len (PP), in Kal­lo und Be­rin­gen, be­gon­nen. Dies ist das ers­te Mal, dass Bo­rea­lis auf fos­si­len Brenn­stof­fen ba­sie­ren­de Roh­stof­fe in ...

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