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Absatz der VWD-Mitgliedsunternehmen auf neuem Höchststand

Wellpappenindustrie wächst weiter

Seit dem Absatzeinbruch der Wellpappenindustrie im Jahr 2009 haben die im Verband VDW organisierten Unternehmen im letzten Jahr noch mehr Wellpappe absetzen können als im bisherigen Rekordjahr 2007.
Seit dem Absatzeinbruch der Wellpappenindustrie im Jahr 2009 haben die im Verband VDW organisierten Unternehmen im letzten Jahr noch mehr Wellpappe absetzen können als im bisherigen Rekordjahr 2007. [Source: VDW]

Wie der VDW mitteilt, haben die Mit­glieder des Verbandes der Wellpappen-Industrie 2015 arbeits­täglich betrachtet ein Absatz­plus von 1,9 % erreicht. In absoluten Zahlen gemessen – also ohne arbeits­tägliche Bereini­gung – haben die VDW-Mitglieder 2015 knapp 7,5 Milliarden Quadrat­meter Well­pappe abgesetzt. Das waren 200 Millionen Quadrat­meter mehr als im Vorjahr und entspricht einer Steigerung von 2,7 %.

„Damit liegen wir deutlich über der Entwicklung des Brutto­inlandprodukts, das 2015 um 1,7 % zugenommen hat“, sagte Dr. Jan Klingele, Vorsitzender des VDW, auf der Jahres­presse­konferenz des Verbandes in Frankfurt. Der private Konsum, der das gesamt­wirtschaftliche Wachstum im vergangenen Jahr maßgeblich getrieben hat, wirkte sich auch auf den Absatz der Wellpappen­hersteller aus. „Über zwei Drittel der Waren, die Kunden im Einzel­handel oder online kaufen, werden in Wellpappe transportiert“, erläuterte Klingele. „Je mehr konsumiert wird, desto mehr Wellpappe verkaufen unsere Mitglieder.“

Entgegen der sehr guten Absatz­entwicklung ist es der Branche nicht gelungen, mit ihren Produkten mehr zu erlösen. „Im Gegenteil“, sagte Klingele, „die Durchschnitts­erlöse sanken im Jahresverlauf von 53,1 Cent im Januar um 1,2 Cent auf 51,9 Cent pro Quadratmeter im Dezember. Damit lagen die Preise für Wellpappen­erzeugnisse 2015 im Durchschnitt mit 52,8 Cent pro Quadratmeter um 1,6 % niedriger als 2014. Damals konnten unsere Mitglieder noch Erlöse von durchschnittlich 53,7 Cent erzielen.“ Auch der Umsatz blieb mit einem Plus von 1,2 % hinter den Erwartungen zurück.

Sorge bereiten der Branche nach wie vor die hohen Rohstoff­kosten. Bei dem mit Abstand wichtigsten Rohstoff, dem Wellpappen­rohpapier, hat sich der durch­schnittliche Einkaufs­preis gegenüber 2014 um 3,0 % nach oben bewegt. Betrachtet man darüber hinaus die Entwicklung seit 2011, dann haben sich die durch­schnittlichen Jahres­preise für Wellpappen­rohpapiere um 5,2 % verteuert. „Allein um diese Kosten­steigerungen zu kompensieren, wäre eine durch­schnittliche Erlöszunahme von 2,6 % nötig“, rechnete Klingele vor. „Tatsächlich gingen die Durch­schnittserlöse im selben Zeitraum jedoch um 3,3 % zurück.“

Für das laufende Jahr prognostiziert Klingele erneut ein Absatzplus. „Wir rechnen mit einem Anstieg um 1,4 %. Alle Zeichen deuten auch für 2016 auf eine anhaltend gute Kauflaune der Verbraucher hin.“ Klingele nannte den starken Konsum und insbesondere den anhaltenden Online-Boom als Basis für die positive Absatzerwartung der Wellpappenindustrie.

st