VERPACKEN-AKTUELL

Informationen aus der Verpackungsbranche

Dow Europe auf der K: Polymere für Verpackungen im Fokus

09. November 2010, von Ralph Ammann

Die Chemie hinter der Produktfamilie Amplify TY ist vielseitig und kann einfach adaptiert werden, um das beste aus den Adhäsionseigenschaften der jeweiligen Produkte in Verpackungsanwendungen wie thermogeformten Kunststoffbechern, -flaschen oder Extrusionsbeschichteten Kartons zu machen.

Quelle: Dow Chemcical Company

Die neuen Granulate sollen helfen, Materialien wie EVOH oder Polyamid mit Folien oder anderen Substraten zu verkleben, um so die allgemeine Leistungsfähigkeit der Verpackung weiter anzuheben. Das Portfolio enthält Produkte für Barrierefolien, deren Strukturen auf Polyethylen und Polystyren basieren, sowie Weiterentwicklungen für auf Polypropylen basierende Barrierefolien. Die neuen Granulate sind in erster Linie für flexible Anwendungen vorgesehen, können aber auch unter anderem im Bereich starrer Kunststoffverpackungen wie blasgeformter Mehrschicht-Flaschen und -behälter eingesetzt werden. Die funktionalen Polymere sind sowohl als fertige Rezepturen mit verläßlicher Adhäsion für Standardanwendungen erhältlich als auch als Spezialanfertigung für anspruchvollere Anwendungen wie die Adhäsion von Ionomeren.

Als zweite Neuheit stellte das Unternehmen fünf neue Hochschmelzfluss-Polypropylen-Granulate für Spritzgießhersteller von starren Kunststoffverpackungen vor. Ein wichtiges Einsatzgebiet ist vor allem die Produktion von Behältern mit dünnen Wänden, die dadurch weiter erleichtert werden soll. Dazu ermöglichen alle fünf den Einsatz niedriger Temperaturen beim Herstellungsprozess. So sind einerseits weniger Produktionszyklen notwendig, die andererseits mit höheren Maschinengeschwindigkeiten gefahren werden können. Bei Testläufen zur Herstellung eines typischen dünnwandigen Behälters mit der Variante C7069-100NA konnte den Angaben nach eine Temperaturverringerung um 30 °C erreicht werden, was zu einer zehnprozentigen Verringerung der Produktionszyklen und einer Energieeinsparung von rund 33 Prozent geführt habe. Die erwähnte Variante bietet ebenso wie die Versionen DR7032.01 und DR7032.03 jeweils einen Schmelzfliessindex von 100g pro Min. Die beiden anderen neuen Produkte DC7073.02 und D382.00 sind dagegen beide Ethylen-Propylen-Copolymere mit einem Schmelzfliessindex von 70g pro Minute.

Die neuen Peel-Siegel-Polymere ermöglichen starre Lebensmittelverpackungen mit hoher Transparenz, die den Produktauftritt am PoS deutlich verbessern.

Quelle: Dow Chemical Company

Dritte Neuerung der Gruppe ist das Peel-Polymere-Produktsortiment "Sealution" das das "Easy-opening" von Verpackungen erleichtern soll. Es handelt sich um auf Polyolefin basierende Single-Pellet-Systeme, die die Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit der verwendeten peelbaren Siegel verbessern. Sie sollen gegenüber konventionellen Granulaten und Mischungen für diesen Anwendungsbereich einige Vorteile aufweisen. So handelt es sich um gebrauchsfertige und vollständig formulierte Systeme, die sofort in Blas- und Gießfolienanwendungen sowie mit PE- oder PP-Substraten verwendet werden können. Eine zusätzliche Mischung ist nicht mehr erforderlich. Die neuen Polymere sind zudem für ein breites Anwendungsspektrum innerhalb der peelbaren Siegelung geeignet und sollen dort eine beständigere Easy-open-Funktionalität bieten. Last but not least sind sie widerstandsfähig gegen splittern und reißen.

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