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Expertentage 2017 bei Bobst Meerbusch

14. Dezember 2017

Die Live-Vorführung der Flachbettstanze VISIONCUT 106 LER 3.0 zählte zu den Highlights der beiden Expertentage im Oktober, die der Faltschachtelbranche gewidmet waren.

Quelle: Bobst

Kurz vor Jah­res­en­de blickt Bobst noch ein­mal auf die Ex­per­ten­ta­ge im Meer­bu­scher Com­pe­tence Cen­ter zu­rück, das im Ok­to­ber mit mehr als 120 Teil­neh­mern wie­der gut be­sucht war.

In sei­ner Be­grü­ßung ar­bei­te­te Bobst Meer­busch-Ge­schäfts­füh­rer Dirk Cors­ten zu­nächst die glo­bal po­si­ti­ven Wachs­tums­per­spek­ti­ven für die Ver­pa­ckungs­bran­che her­aus und nann­te da­bei kon­kre­te Zah­len. 2014 habe das Markt­vo­lu­men bei mehr als 800 Mrd. Euro ge­le­gen. Bis 2020 er­war­te man einen An­stieg auf etwa 1 Bio. Euro.

„Pro­duk­te von BOBST de­cken gut 53 % des ge­sam­ten Markt­vo­lu­mens ab“, be­ton­te Cors­ten die Be­deu­tung des Port­fo­li­os sei­nes Un­ter­neh­mens für die Bran­che. Al­lein Bobst Meer­busch ver­kau­fe pro Jahr 40 bis 50 neue Ma­schi­nen in den Markt.

Ein The­menschwer­punkt der Ex­per­ten­ta­ge 2017 war die Ka­schie­rung. In sei­ner Prä­sen­ta­ti­on „Ka­schier­te Well­pap­pe – raus aus der Ni­sche?!“ zeig­te Ad Jong­mans auf, wie nah der klas­si­sche Falt­schach­tel­markt und die off­set­ka­schier­te Well­pap­pe aus qua­li­ta­ti­ver Sicht in­zwi­schen bei­ein­an­der lie­gen.

Wachstumsmarkt Kaschierte Wellpappe

Wie die Inline-Kaschierung in der Praxis funktioniert, wurde während der Expertentage 2017 von Bobst Meerbusch anhand der Live-Vorführung einer FOLIOSTAR von Bobst Grenchen präsentiert. Sie kaschierte live eine Tragebox mit Deckel.

Quelle: Bobst

„Mi­ni- und Mi­kro-Well­pap­pen er­set­zen zu­neh­mend Voll­pap­pe“, so der Di­rec­tor Mar­ke­ting & Sa­les bei Bobst Gren­chen. „Im Markt gibt es de­fi­ni­tiv einen Trend hin zur off­set­ka­schier­ten Dop­pel­wel­le. Ent­spre­chend weist die­ses Markt­seg­ment so­li­des Wachs­tum auf.“ Ge­ra­de mit schwe­ren Pa­pie­ren ka­schier­te B- und C-Wel­le wer­de im­mer häu­fi­ger ein­ge­setzt, um Wasch­brett­ef­fek­te aus­zu­schlie­ßen – ins­be­son­de­re bei de­ko­ra­ti­ven Ver­pa­ckungs­an­wen­dun­gen und Dis­plays.

„Mehr und mehr Well­pap­pen- und Falt­schach­tel­be­trie­be er­ken­nen die At­trak­ti­vi­tät die­ser Markt­ni­sche und stei­gen in die Her­stel­lung von Ver­pa­ckun­gen aus off­set­ka­schier­ter Well­pap­pe ein“, stell­te Jong­mans fest. Da­bei las­sen sie sich durch­aus von un­ter­schied­li­chen Be­weg­grün­den lei­ten: Bei Falt­schach­tel­be­trie­ben sei­en rück­läu­fi­ge Um­sät­ze so­wie die zu­neh­men­de Nach­fra­ge des Mark­tes nach grö­ße­ren und sta­bi­le­ren Ver­pa­ckun­gen trei­ben­de Kräf­te.

Wäh­rend di­cke­rer Kar­ton al­lein aus Kos­ten­grün­den hier häu­fig kei­ne ge­eig­ne­te Lö­sung sei, könn­ten Falt­schach­tel­her­stel­ler Mi­ni- und Mi­kro­well­pap­pen in al­ler Re­gel ohne wei­te­res auf den glei­chen Stan­zen und Falt­schach­tel­kle­be­ma­schi­nen ver­ar­bei­ten, mit de­nen sie ihre üb­ri­gen Ver­pa­ckun­gen her­stel­len.

„Sie kön­nen im Off­set be­druck­te Bo­gen dank der Über­ka­pa­zi­tä­ten im Off­set­markt güns­tig ein­kau­fen und so ihr An­ge­bot­sport­fo­lio ver­gleichs­wei­se leicht um hoch­wer­ti­ge Ver­pa­ckun­gen aus off­set­ka­schier­ter Well­pap­pe er­wei­tern“, sprach Jong­mans die Well­pap­pen­ver­ar­bei­ter an. Zu­dem sei­en ge­ra­de schwie­ri­ge Well­pap­pen­ar­ten und Pa­pier­qua­li­tä­ten bzw.-brei­ten auf In­li­ne-Ka­schier­an­la­gen leich­ter zu ver­ar­bei­ten als auf großen WPAs. „Au­ßer­dem ha­ben Sie die er­for­der­li­chen Wei­ter­ver­ar­bei­tungs­an­la­gen in­klu­si­ve Pe­ri­phe­rie schon im Haus.“

So­wohl für Well­pap­pen- als auch für Falt­schach­tel­be­trie­be sei­en die Hür­den für den Ein­stieg in einen lu­kra­ti­ven Wachs­tums­markt also ver­gleichs­wei­se nied­rig. Das spie­ge­le sich auch in der Zahl der In­li­ne-Ka­schier­an­la­gen wi­der, die BOBST in den Markt ver­kau­fe. „Mitt­ler­wei­le lie­fern wir jede zwei­te Ma­schi­ne für Dop­pel­wel­le aus“, so Jong­mans. „Wir wer­den si­cher­lich einen wei­te­ren Rück­gang bei den Gram­ma­tu­ren bei gleich­zei­tig hö­he­ren An­for­de­run­gen an die Ober­flä­chen­qua­li­tät se­hen.“

Informationsbeitrag durch Partnerunternehmen

Die be­tei­lig­ten Part­ner­un­ter­neh­men be­leuch­te­ten ver­schie­de­ne Aspek­te, die in der Ver­pa­ckungs­her­stel­lung zu be­den­ken sind. Da­bei wa­ren die­se Prä­sen­ta­tio­nen zum Teil in die Ma­schi­nen­vor­füh­run­gen in­te­griert. Wolf­gang Gross von Hes­se Stanz­werk­zeu­ge und Joa­chim Ja­kob von BOX­PLAN er­klär­ten, wel­chen Bei­trag die Lö­sun­gen ih­rer Un­ter­neh­men zur ho­hen Prä­zi­si­on und Pro­duk­ti­vi­tät des ge­zeig­ten Stanz­pro­zes­ses leis­te­ten. So kam ein für die VI­SION­CUT 106 LER op­ti­mier­tes Stanz­form­pa­ket mit Ge­gen­druck­blö­cken in Kom­bi­na­ti­on mit ei­ner ge­fräs­ten Stanz-Rill-Plat­te mit in­te­grier­ten Ge­gen­rit­zun­gen zum Ein­satz. Zum an­de­ren wur­de ein neu­es, von bei­den Un­ter­neh­men ge­mein­sam ent­wi­ckel­tes zwei­tei­li­ges Spit Press-Aus­brech­sys­tem vor­ge­stellt. Last but not least wur­de ein zwei­tei­li­ges Nut­zen­trenn­sys­tem mit BSI Angle-Rah­men ein­ge­setzt.

Jens Erban und Rai­ner Bon­gers von Hen­kel zeig­ten auf, wie die ver­schie­de­nen Kleb­stof­fe ih­res Un­ter­neh­mens die An­for­de­run­gen an die Her­stel­lung von Falt­schach­teln und Ver­pa­ckun­gen aus Well­pap­pen ide­al un­ter­stüt­zen.

Chris­ti­an Hart­mann von Scheu­fe­len prä­sen­tier­te die Mög­lich­kei­ten neu­er Pa­pie­re sei­nes Un­ter­neh­mens wie un­ter an­de­rem ei­nes Frisch­fa­ser-Gras­pa­piers.

Ralf Scharf und Mar­kus Lei­er von Bau­mer hhs er­klär­ten die Vor­tei­le der neues­ten Lö­sun­gen für Leim­auf­trag und zu­ge­hö­ri­ger Qua­li­täts­kon­trol­le ih­res Un­ter­neh­mens. Zum Bei­spiel die neu­en Xten­d3-Steu­er­ge­rä­te für die Ver­pa­ckungs­bran­che war­ten mit ei­nem in­no­va­ti­ven Be­dien­kon­zept in­klu­si­ve Mul­ti­touch-Funk­ti­on, mit neu­en in­ter­net­ge­stütz­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Ver­net­zungs­mög­lich­kei­ten so­wie er­wei­ter­ter Funk­tio­na­li­tät für spe­zi­el­le Kun­denan­for­de­run­gen auf.

Und Ha­gen Rüprich mach­te deut­lich, wie eng die Deut­sche Lea­sing und BOBST seit Jah­ren bei der Fi­nan­zie­rung von In­ves­ti­tio­nen in Ma­schi­nen für die Ver­pa­ckungs­her­stel­lung zu­sam­men­ar­bei­ten. Auch aus die­sen Bei­trä­gen konn­ten die Be­su­cher et­li­che für ihr Ta­ges­ge­schäft und für künf­ti­ge In­ves­ti­tio­nen nütz­li­che In­for­ma­tio­nen mit­neh­men.

Das 1890 von Jo­seph Bobst in Lau­san­ne, Schweiz, ge­grün­de­te Un­ter­neh­men BOBST ist in mehr als 50 Län­dern ver­tre­ten, be­sitzt 12 Pro­duk­ti­ons­stät­ten in 8 Län­dern und be­schäf­tigt welt­weit mehr als 5 000 Mit­ar­bei­ter. Das Un­ter­neh­men er­ziel­te im ver­gan­ge­nen Ge­schäfts­jahr, das am 31. De­zem­ber 2016 en­de­te, einen Um­satz von CHF 1,45 Mrd.

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