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Global Plastics Flow Studie

Kunststoffindustrie schafft Transparenz zu weltweiten Kunststoffströmen

21. November 2019, von: Susanna Stock

Impulse geben für ein weltweites Bewusstsein wollen die Verbände und Organisationen der Kunststoffwertschöpfung mit ihrer Pilotstudie.

Quelle: Ik Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.

Um die Stoff­strö­me von Kunst­stof­fen ge­zielt len­ken und op­ti­mie­ren zu kön­nen, müs­sen die Ma­te­ri­al­strö­me so­wie die Ein­trä­ge in die Um­welt in ih­rer Grö­ßen­ord­nung be­kannt sein. Aus­ge­hend von die­sem ge­mein­sa­men An­spruch ha­ben sechs Ver­bän­de und Or­ga­ni­sa­tio­nen der Kunst­stoff­wert­schöp­fung eine Pi­lot-Stu­die zu den welt­wei­ten Kunst­stoff­strö­men in­klu­si­ve des Um­gangs mit Post-Con­su­mer-Kunst­stof­f­ab­fäl­len in Auf­trag ge­ge­ben. Die Er­geb­nis­se wur­den im Rah­men der Welt­leit­mes­se K 2019 ver­öf­fent­licht.

„Mit der Glo­bal Pla­stics Flow Stu­die wur­den erst­ma­lig Da­ten und Fak­ten zur Kreis­l­auf­wirt­schaft in 44 Län­dern der Welt ein­heit­lich und um­fas­send do­ku­men­tiert so­wie die bis­he­ri­gen Schwach­stel­len bei der Ab­fall­samm­lung und -ver­wer­tung klar iden­ti­fi­ziert“, er­läu­ter­te Dr. Jür­gen Bru­der, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der IK In­dus­trie­ver­ei­ni­gung Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen und Pro­jekt­lei­ter der Stu­die, den ein­zig­ar­ti­gen Bei­trag der Er­he­bung im Kampf ge­gen Mül­lein­trä­ge in die Um­welt. „Die Ab­fall­men­gen, die in die Um­welt ge­lan­gen, sind dra­ma­tisch und müs­sen ein Weck­ruf sein für die ge­sam­te Wert­schöp­fungs­ket­te. Ab­fall­ma­na­ge­ment in all sei­nen Va­ri­an­ten muss das ge­mein­sa­me Ziel von Wirt­schaft und Po­li­tik sein. Hot Spots mit er­höh­tem Hand­lungs­be­darf zur Re­du­zie­rung un­ge­ord­ne­ter Ab­fall­be­hand­lun­gen sind durch die Stu­diener­geb­nis­se klar er­kenn­bar.“

Das Be­son­de­re an der Stu­die ist, dass die Er­geb­nis­se nicht aus der He­li­ko­pter­per­spek­ti­ve ent­stan­den sind, son­dern über um­fang­rei­che re­gio­na­le Er­he­bun­gen. So un­ter­schied­lich die Er­geb­nis­se sind, so viel­fäl­tig sind auch die Maß­nah­men: Wäh­rend in ei­ni­gen Re­gio­nen der Welt die Ab­fall­samm­lung Prio­ri­tät ha­ben muss, ist Eu­ro­pa bei­spiels­wei­se beim Aus­bau des Re­cy­clings und Durch­set­zen des De­po­nie­ver­bots ge­for­dert. Die Stu­die wur­de von der Con­ver­sio Mar­ket & Stra­t­egy GmbH in en­ger Zu­sam­men­ar­beit mit Ver­bän­den der Glo­bal Pla­stics Al­lian­ce so­wie wei­te­ren zahl­rei­chen In­sti­tu­tio­nen durch­ge­führt.

Zentrale Erkenntnisse zu Stoffströmen im Jahr 2018

Die um­fang­rei­che Stu­die lie­fert wich­ti­ge Zah­len zur welt­wei­ten Pro­duk­ti­on von Kunst­stof­fen, zu de­ren Kreis­l­auf­füh­rung aber auch zu den Wert­stoff­ver­lus­ten. Auf glo­ba­ler Ebe­ne er­ge­ben sich die fol­gen­den Ker­n­er­geb­nis­se:

  • ­Pro­duk­tion: Welt­weit wer­den 360 Mil­lio­nen Ton­nen Kunst­stoff her­ge­stellt.
  • ­Ver­ar­bei­tung: Zu den 360 Mil­lio­nen Ton­nen Neu­wa­re kom­men wei­te­re 30 Mil­lio­nen Ton­nen Re­zy­klat; mit­hin wer­den ins­ge­samt 390 Mil­lio­nen Ton­nen Kunst­stof­fe jähr­lich ver­ar­bei­tet.
  • ­Post-Con­su­mer-Ab­fäl­le: Aus der Sum­me der ge­brauch­ten Kunst­stoff­gü­ter ent­ste­hen rund 250 Mil­lio­nen Ton­nen ver­brau­cher­na­he Kunst­stof­f­ab­fäl­le pro Jahr.
  • ­Ab­fall­ma­na­ge­ment: Da­von wer­den 173 Mil­lio­nen Ton­nen Kunst­stof­f­ab­fäl­le ge­sam­melt.
  • ­Ab­fal­lein­trä­ge in die Um­welt: 63 Mil­lio­nen Ton­nen Kunst­stof­f­ab­fäl­le wer­den un­sach­ge­mäß ent­sorgt, bei­spiels­wei­se auf wil­den De­po­ni­en und 14 Mil­lio­nen Ton­nen wer­den acht­los weg­ge­wor­fen (Lecka­ge).

Wäh­rend ge­schlos­se­ne Kreis­läu­fe welt­weit un­ter­schied­lich de­fi­niert wer­den, be­steht in­ner­halb der an der Stu­die be­tei­lig­ten Part­ner Ei­nig­keit dar­über, dass das Sam­meln, Sor­tie­ren und Ver­wer­ten von Post-Con­su­mer-Ab­fäl­len aus Kunst­stoff obers­te Prio­ri­tät ha­ben muss, um Ein­trä­ge des Werk­stoffs in die Um­welt grund­sätz­lich zu ver­hin­dern. Dar­über hin­aus muss si­cher­ge­stellt wer­den, dass auch durch den Han­del mit Ab­fäl­len kei­ne zu­sätz­li­chen Ein­trä­ge in die Um­welt ent­ste­hen.

Strukturierte Datenerhebung, weltweite Kooperationen, hohe Repräsentationsrate

Die Glo­bal Pla­stics Flow-Stu­die ist für die Ver­ant­wort­li­chen ein wich­ti­ger Schritt, welt­wei­te Da­ten zu Post-Con­su­mer-Ab­fäl­len aus Kunst­stoff in ei­ner sys­te­ma­ti­schen Struk­tur zu sam­meln, auf­zu­be­rei­ten und zu eva­lu­ie­ren. Die be­tei­lig­ten Ver­bän­de und Or­ga­ni­sa­tio­nen aus Deutsch­land und Eu­ro­pa wol­len mit der Stu­die Im­pul­se lie­fern für die welt­wei­te Dis­kus­si­on von Maß­nah­men ge­gen Ab­fal­lein­trä­ge in die Um­welt. So wird die Stu­die einen Bei­trag zum Glo­bal In­for­ma­ti­on Pro­ject der „Al­lian­ce to End Pla­stic Was­te“ leis­ten, ei­ner Open-Sour­ce-Da­ten­bank ins­be­son­de­re zur Prio­ri­sie­rung von In­ves­ti­tio­nen ins Ab­fall­ma­na­ge­ment.

Gleich­zei­tig soll die Stu­die als Aus­gangs­ba­sis für zu­künf­ti­ge Stu­di­en die­nen, um Fort­schrit­te beim welt­wei­ten Ab­fall­ma­na­ge­ment zu do­ku­men­tie­ren. Auch des­halb ist ei­nes der Zie­le der an der Stu­die be­tei­lig­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen, wei­te­re Ak­teu­re ein­zu­bin­den und so die Brei­te und Tie­fe der nun in ei­nem ers­ten Auf­schlag vor­lie­gen­den Da­ten aus­zu­bau­en und wei­ter zu ve­ri­fi­zie­ren.

Für die ak­tu­el­len Da­ten konn­ten In­for­ma­tio­nen zu Kunst­stof­fen von der Pro­duk­ti­on bis hin zum Ab­fall aus 44 Län­dern auf­be­rei­tet wer­den, die zu­sam­men rund 60% der Welt­be­völ­ke­rung und rund 80% des glo­ba­len BIP ab­de­cken.

Im Fo­kus der län­der- und kon­tinent­be­zo­ge­nen so­wie glo­ba­len Da­ten­samm­lung und -ana­ly­se ste­hen:

  • der Kunst­stoff­stoff­strom von der Pro­duk­ti­on über Ver­ar­bei­tung und Ver­brauch bis zum Ab­fall
  • Un­ter­tei­lung der Kunst­stoff­strö­me in die Be­rei­che Ver­pa­ckung und Nicht-Ver­pa­ckung
  • un­ter­schied­li­che Ver­lus­tra­ten, das heißt Um­welt­ein­trä­ge von Kunst­stof­f­ab­fäl­len pro Lan­d/­Kon­ti­nent
  • ver­schie­de­ne Ab­fall­ma­na­ge­ment­sys­te­me mit je­weils spe­zi­fi­schen Ent­sor­gungs­struk­tu­ren (Re­cy­cling, ener­ge­ti­sche Ver­wer­tung, ge­ord­ne­te De­po­nie­rung, et­c.)
  • un­ter­schied­li­che Rah­men­be­din­gun­gen für die Kunst­stoffsamm­lung, -ver­wer­tung und -ent­sor­gung.

Die zu­sam­men­ge­fass­te Stu­die steht als Dow­n­load zur Ver­fü­gung un­ter: ww­w.k-on­li­ne.­com/G­PF­Stu­die

APK AG ernennt Dr. Jürgen Flesch zum Vorstandsmitglied

Der Vor­stand der APK AG teilt mit, dass Dr. Jür­gen Flesch, 49, mit so­for­ti­ger Wir­kung zum neu­en Vor­stands­mit­glied be­stellt wird. Dr. Flesch, frü­her tä­tig für das Un­ter­neh­men Evo­nik In­dus­tries, ver­ant­wor­tet ...

Bewerbungen bis 30. April 2020

Un­ter­neh­men kön­nen sich ab so­fort und noch bis zum 30. April 2020 um den Deut­schen Nach­hal­tig­keits­preis be­wer­ben. Der Ge­samt­ver­band Kunst­stoff­ver­ar­bei­ten­de In­dus­trie e. V. (GK­V) ist er­neut in­sti­tu­tio­nel­ler Part­ner des Deut­schen ...

INTERNATIONAL CHANNEL

The backbone of packaging production

„The packaging business community is dealing with the unprecedented Coronavirus (COVID-19) situation with both urgency and a deep sense of care. It will come to an end. With many people ...

International Channel ...


Schlauchbeutel aus Papier

Pünkt­lich zur ab­ge­sag­ten In­ter­pack woll­te Toss Ver­pa­ckungs­sys­te­me aus Al­ten-Bu­seck eine in­ter­mit­tie­ren­de Schlauch­beu­tel­ma­schi­ne vom Typ VF200 vor­stel­len, die ne­ben von Kunst­stoff-Flach­fo­li­en auch un­be­schich­te­te Pa­pie­re zu Kis­sen­beu­teln formt. Der Heiß­kle­be­r­auf­trag für die ...

Recyclingsparte stärkt PIR- und PCR-Basis

Die glo­ba­le Kunst­stoff-Han­dels­grup­pe Me­ra­xis hat ihre Re­cy­clings­par­te um Re­gra­nu­la­te aus post­in­dus­tri­el­len Quel­len (PIR) und post-con­su­mer-Quel­len (P­CI) er­wei­tert. Die Pro­duk­te wer­den u.a. für Fo­li­enan­wen­dun­gen in der Ver­pa­ckungs­in­dus­trie, für Sä­cke und Beu­tel ...

Umschichten nach Bedarf der Kunden

Die Belieferung der Konsumgüterhersteller mit leistungsfähigen Transportverpackungen aus Wellpappe ist sichergestellt. Der Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) stellt klar, dass seine Mitglieder flexibel auf Nachfragespitzen reagieren, die Kapazitäten im Bedarfsfall ausweiten ...

Neuer Geschäftsführer Carsten Strenger

ll­lig Ma­schi­nen­bau hat ab dem 17. Fe­bru­ar 2020 Cars­ten Stren­ger (50) als Ge­schäfts­füh­rer be­stellt. Ab 01. April 2020 tritt er die Nach­fol­ge von Karl Schäu­b­le (68) an, der die­se Funk­ti­on ...

Kartonverpackungsindustrie will höheren Bedarf sicher erfüllen

Auf Nach­fra­gen sei­tens der Ver­pa­ckungs­in­dus­trie hat die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on be­stä­tigt, dass für den Trans­port von Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­li­en – dar­un­ter auch auf Pa­pier­ba­sis ge­fer­tig­te Kar­tons und Kar­ton­ver­pa­ckun­gen – für wich­ti­ge In­dus­trie­zwei­ge wie ...

Food- und Online-Markt als Stützen

Die Mit­glie­der des Ver­ban­des der Well­pap­pen-In­dus­trie (VD­W) ha­ben im ver­gan­ge­nen Jahr 7,9 Mrd. m² Well­pap­pe ab­ge­setzt. Das wa­ren knapp 42 Mio. m² we­ni­ger als 2018 – ein Rück­gang um 0,5 ...

IK fordert Einstufung der Produktion von Kunststoffverpackungen als „systemrelevant“

Um in der ak­tu­el­len Co­ro­na-Kri­se mög­lichst vie­le Le­ben zu schüt­zen, sind dras­ti­sche Ein­schrän­kun­gen des öf­fent­li­chen Le­bens ent­we­der be­reits ver­kün­det oder wer­den er­wo­gen. Im Na­men der über 300 Her­stel­ler von Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen ...

Nach langer Wachstumsphase erstmals rückläufige Zahlen

Die ins­ge­samt schwä­che­re Welt­kon­junk­tur hat im ab­ge­lau­fe­nen Jahr 2019 auch in den Pro­duk­ti­ons­zah­len von Ae­ro­sol­do­sen aus Alu­mi­ni­um ihre Spu­ren hin­ter­las­sen. Nach ei­nem ste­ti­gen, teil­wei­se ra­san­ten Wachs­tum in der ver­gan­ge­nen De­ka­de ...

Bluhm erweitert Internet-Kommunikation

Be­dingt durch die ge­gen­wär­ti­gen Mes­seab­sa­gen ge­hört Bluhm Sys­te­me zu den Fir­men, die be­gin­nen über er­wei­ter­te In­ter­net-Ak­ti­vi­tä­ten die Kun­den­bin­dung zu sta­bi­li­sie­ren oder auch zu er­wei­tern. Eine in­ter­ak­tiv ge­stal­te­te Mes­se­pin­wan­d in­for­miert ...

Borealis produziert erneuerbares PP

Bo­rea­lis hat mit der Pro­duk­ti­on von auf er­neu­er­ba­ren Roh­stof­fen ba­sie­ren­dem Po­ly­pro­py­len (PP), in Kal­lo und Be­rin­gen, be­gon­nen. Dies ist das ers­te Mal, dass Bo­rea­lis auf fos­si­len Brenn­stof­fen ba­sie­ren­de Roh­stof­fe in ...

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