VERPACKEN-AKTUELL

Informationen aus der Verpackungsbranche



Soft- und Hardware von Bluhm Systeme im Praxiseinsatz

Kennzeichnungsprozesse bei der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft

13. Februar 2019, von: Dr. Klaus Bremer

Showroom der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft.

Quelle: Bluhm Systeme

Über 50 Pro­zent des in Deutsch­land ge­trun­ke­nen Weins stammt aus hei­mi­scher Her­stel­lung. Würt­tem­berg zählt zu den wich­ti­gen An­bau­ge­bie­ten. Von den fast 25.000 hie­si­gen Win­zern be­wirt­schaf­tet die über­wie­gen­de Mehr­heit we­ni­ger als einen Hektar Reb­flä­che. Sie lie­fern ih­ren Wein da­her an Win­zer­ge­nos­sen­schaf­ten wie die Würt­tem­ber­gi­sche Wein­gärt­ner-Zen­tral­ge­nos­sen­schaft e.G. (WZ­G). Die Ge­nos­sen­schaf­ten küm­mern sich um Aus­bau, Pfle­ge und Ver­mark­tung der Wei­ne. Mit 20 Mil­lio­nen Li­tern, die im Schnitt jähr­lich von ih­ren Mit­glie­dern an­ge­lie­fert wer­den, ist die WZG ein be­deu­ten­der Ge­trän­ke­ab­fül­ler aus der Re­gi­on.

„Bei uns la­gern per­ma­nent etwa 30 Mil­lio­nen Li­ter Wein ver­schie­de­ner Sor­ten un­ter­schied­li­cher Ge­schmacks­rich­tun­gen“, er­klärt Lars Wet­tern, Lei­ter der Ab­fül­lung bei WZG. Mit sei­nen 14 Mit­ar­bei­tern füllt er den Wein in fast 500 Pro­dukt­va­ri­an­ten ab. Das sind jähr­lich mehr als 25 Mil­lio­nen Fla­schen und reicht vom schlich­ten Land­wein bis hin zu Aus­le­se. Kun­den der WZG sind vor al­lem große deut­sche Ein­zel­han­dels­ket­ten und Dis­coun­ter.

Bedienerfreundliches und sicheres Kennzeichnungssystem

Bluhmware Cockpit mit anwenderfreundlicher Benutzeroberfläche.

Quelle: Bluhm Systeme

Für den Ver­sand wer­den die Wein­fla­schen ent­we­der in Käs­ten oder Kar­tons ver­packt und voll­au­to­ma­tisch ge­kenn­zeich­net. „Trotz der ho­hen Pro­dukt­va­ri­anz woll­ten wir die Ver­pa­ckungs­kenn­zeich­nung mög­lichst be­diener­freund­lich und si­cher ge­stal­ten“, er­in­nert sich Lars Wet­tern. Da­her wur­de der kom­plet­te Pro­zess zu­nächst ge­mein­sam mit den Pro­gram­mie­rern der Bluhm Sys­te­me ana­ly­siert und auf­be­rei­tet.

In der prak­ti­schen Um­set­zung müs­sen die Be­die­ner nun le­dig­lich den Bar­co­de auf dem je­wei­li­gen Auf­trag abs­can­nen. An­schlie­ßend er­mit­telt die Bluhm­wa­re alle kenn­zeich­nungs­re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen und steu­ert die An­la­ge, wie und wo wel­ches Kenn­zeich­nungs­sys­tem wel­che Da­ten auf wel­che Ver­pa­ckungs­ein­heit auf­zu­brin­gen hat. All dies ge­schieht be­diener­freund­lich über eine ein­zi­ge Be­dieno­ber­flä­che.

Druckkopfgruppe zur Aufbringung der Kartonkennzeichnung

Quelle: Bluhm Systeme

Zur Kenn­zeich­nung selbst ste­hen ver­schie­de­ne Eti­ket­tier­an­la­gen und Druck­sys­te­me von Bluhm Sys­te­me zur Aus­wahl. Ihr Ein­satz rich­tet sich nach der je­wei­li­gen Ver­pa­ckungs­ein­heit. Ein Eti­ket­ten­druck­s­pen­der vom Typ Le­gi-Air 4050 mit Ave­ry Ther­motrans­fer­druck­mo­dul bringt zum Bei­spiel Bar­co­de­e­ti­ket­ten auf die Käs­ten auf. Er kenn­zeich­net stünd­lich etwa 1.200 Käs­ten.

Pro Stun­de aber müs­sen etwa dop­pelt so vie­le Ver­pa­ckun­gen aus Kar­ton ge­kenn­zeich­net wer­den. Ther­mi­sche und Pie­zo-Inkjet-Druck­sys­te­me be­dru­cken die un­ter­schied­lich großen Kar­to­na­gen mit In­for­ma­tio­nen wie Wein- und Reb­sor­te, Ab­füll­da­tum und -ort, In­ver­kehr­brin­ger und EAN18-Bar­co­de. Zwar ar­bei­ten die­se bei­den Sys­te­me mit ver­schie­de­nen Druck­tech­no­lo­gi­en. An­ge­steu­ert wer­den sie je­doch von ei­nem ge­mein­sa­men Con­trol­ler vom Typ Mar­ko­print XB8 JET. Die­ses Ge­rät sitzt ab­seits ge­schützt im Schalt­schrank und kann bis zu acht ver­schie­de­ne Druck­köp­fe an­steu­ern.

Thermischer Inkjetdruck für verschiedene Kartonvarianten

Kontrolle der aufgebrachten Kennzeichnung

Quelle: Bluhm Systeme

Die ver­schie­den großen Kar­to­na­gen der WZG wer­den von vier ther­mi­schen In­kjet-Kar­tu­schen ge­kenn­zeich­net, die leicht ver­setzt in ei­nem ge­mein­sa­men Qua­d-Druck­kopf sit­zen. Da jede Kar­tu­sche mit ei­ner ma­xi­ma­len Höhe von 12,5 Mil­li­me­tern druckt, rea­li­sie­ren sie ge­mein­sam Druck­hö­hen von bis zu 50 Mil­li­me­tern. Die von der WZG ver­wen­de­ten Tin­ten von HP er­lau­ben Druck­auf­lö­sun­gen bis 600 dpi und kön­nen so­mit al­ter­na­tiv zu Eti­ket­ten ein­ge­setzt wer­den.

Zur Kenn­zeich­nung grö­ße­rer Kar­to­na­gen ver­wen­det die WZG zwei Pie­zo-Inkjet-Druck­köp­fe mit Tin­ten des Her­stel­lers XAAR. Die­se Schreib­köp­fe dru­cken je­weils in ei­ner ma­xi­ma­len Höhe von 71 Mil­li­me­tern, also ge­mein­sam ma­xi­mal 141 Mil­li­me­ter. Die 500 in die­sen Druck­köp­fen sit­zen­den Dü­sen kön­nen ein­zeln an­ge­steu­ert wer­den und er­rei­chen eine ma­xi­ma­le Druck­auf­lö­sung von 180 dpi. Ge­druckt wer­den kön­nen Klar­schrift, ein- und zwei­di­men­sio­na­le Co­des so­wie Lo­gos.

Vielfältige Anschlussmöglichkeiten

Blick in den Teilbereich der Abfüllanlage zur Kennzeichnung der Verpackungskartons.

Quelle: Bluhm Systeme

Die bei der WZG ein­ge­setz­ten vier HP- und zwei XAAR-Druck­köp­fe sind nur eine von vie­len An­schluss­mög­lich­kei­ten, die das Steu­er­ge­rät XB8 JET bie­tet. Bis zu acht Druck­köp­fe kön­nen ein­zeln, zu zweit, zu viert oder zu acht kenn­zeich­nen. Ver­schie­de­ne Va­ri­an­ten las­sen sich mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren. So­mit kön­nen meh­re­re Kenn­zeich­nun­gen an un­ter­schied­li­chen Li­ni­en von ei­nem Con­trol­ler aus vor­ge­nom­men wer­den.

Kar­tu­schen mit ther­mi­scher In­kjet­tech­no­lo­gie sind von den Tin­ten­her­stel­lern HP und Fu­n­ai er­hält­lich. WZG nutzt die be­währ­ten HP-Tin­ten. Fu­n­ai-Kar­tu­schen er­lau­ben ein noch schnel­le­res Kenn­zeich­nen und einen grö­ße­ren Ab­stand des Druck­kopfs zur Pro­duk­to­ber­flä­che. Die Kar­tu­schen bei­der Tin­ten­her­stel­ler bein­hal­ten den ei­gent­li­chen Druck­kopf. So wird das Druck­sys­tem bei je­dem Kar­tu­schen­wech­sel kom­plett er­neu­ert. Das re­du­ziert Rei­ni­gungs- und War­tungs­auf­wän­de. Bei acht HP- bzw. Fu­n­ai-Kar­tu­schen wä­ren da­durch Druck­hö­hen von 100 Mil­li­me­tern mög­lich. Acht Pie­zo-Druck­köp­fe der Tin­ten­her­stel­ler Tri­dent oder XAAR wür­den so­gar Druck­bil­der von bis zu 800 Mil­li­me­tern Höhe er­mög­li­chen.

Alles unter Kontrolle

Lars Wet­tern hat von sei­nem Büro­fens­ter aus einen gu­ten Blick über die ge­sam­te Pro­duk­ti­ons­stre­cke. Ne­ben der Ab­füll­li­nie sieht er zum Bei­spiel Kar­tonauf­rich­ter, Pack­ro­bo­ter, Eti­ket­tie­rer, Dru­cker, Pa­let­tie­rer und Fo­li­en­stret­cher. Ein Blick auf sei­nen Mo­ni­tor zeigt ihm zu­sätz­lich den Sta­tus der ein­zel­nen Mo­du­le der Ver­pa­ckungs­an­la­ge.

Die ein­ge­setz­te Bluhm­wa­re kann ihm da­bei nicht nur einen Über­blick über sei­ne Ge­samt­an­la­genef­fi­zi­enz ge­ben. Er kann hier­über auch zen­tral Da­ten­ban­ken pfle­gen, Lay­outs er­stel­len, Ge­rä­ten in­di­vi­du­el­le Pa­ra­me­ter zu­wei­sen so­wie Eti­ket­tier- und Be­schrif­tungs­auf­ga­ben steu­ern.

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