VERPACKEN-AKTUELL

Informationen aus der Verpackungsbranche

Fehlerdiagnose und -behebung aus der Ferne ohne direkten Zugriff auf den Etikettierer

QR-basierte Remote-Geräteanalyse

27. August 2021

Schnelle Ferndiagnose des Etikettierers ohne Fernzugriff: Dazu stellt der HERMA 500 auf Knopfdruck alle Einstellungen in einem verschlüsselten QR-Code bereit, die mit einem Smartphone oder Tablet direkt in das HERMA Service Portal übertragen werden.

Quelle: Herma

Wenn Eti­ket­tie­rer nicht das tun, was sie tun sol­len, ist ra­sche Ab­hil­fe ge­fragt. Doch die Op­ti­on Fern­war­tung ist aus Si­cher­heits­grün­den nicht über­all ger­ne ge­se­hen. Der Sup­port aus­schließ­lich per Te­le­fon ist an­de­rer­seits oft­mals zei­tin­ten­siv und mit­un­ter miss­ver­ständ­lich.

HER­MA hat des­halb eine Lö­sung ent­wi­ckelt, die eine schnel­le und prä­zi­se Feh­ler­dia­gno­se und be­he­bung aus der Fer­ne er­mög­licht, aber nicht den di­rek­ten Zu­griff auf den Eti­ket­tie­rer er­for­dert. Das Ver­fah­ren be­ruht auf au­to­ma­tisch ge­ne­rier­ten QR-Codes und ge­hört jetzt – nach er­folg­rei­chen Test­läu­fen – zur Stan­dard­aus­stat­tung des HER­MA 500.

Bei Auf­tritt ei­nes Feh­lers kann der An­wen­der auf Knopf­druck einen QR-Code er­zeu­gen, der dann im Touch­s­creen des Eti­ket­tie­rers an­ge­zeigt wird. Dar­in sind rund 300 ak­tu­el­le Pa­ra­me­ter des Eti­ket­tie­rers co­diert. Der An­wen­der liest den QR-Code mit der Ka­me­ra­funk­ti­on sei­nes Smart­pho­nes oder Ta­blets. Dar­auf­hin wird eine Web­si­te des HER­MA Ser­vice Por­tals ge­öff­net und die co­dier­ten so­wie ver­schlüs­sel­ten Pa­ra­me­ter-Daten wer­den au­to­ma­tisch ins HER­MA Sys­tem über­tra­gen.

Ein HER­MA Ser­vice-Techniker kann jetzt na­he­zu in Echt­zeit an sei­nem Bild­schirm die Pa­ra­me­ter aus­wer­ten. Un­ge­wünsch­te, mög­li­cher­wei­se ja ver­se­hent­lich ge­wähl­te Ein­stel­lun­gen fal­len da­bei in der Re­gel schnell auf, zu­min­dest aber lässt sich der Grund für eine Fehl­funk­ti­on rasch ein­krei­sen. „Der An­wen­der vor Ort be­kommt dann eine kon­kre­te An­wei­sung per Te­le­fon. Meist ist die Sa­che dann nach drei, vier Klicks er­le­digt“, sagt To­bi­as Er­hardt, Lei­ter Ser­vice bei HER­MA Eti­ket­tier­ma­schi­nen. „Nach un­se­ren bis­he­ri­gen Er­fah­run­gen spart man da­mit im Schnitt be­stimmt 20 Mi­nu­ten ge­gen­über dem aus­schließ­lich te­le­fo­ni­schen Ver­fah­ren, so­fern es sich um einen Feh­ler han­delt, der auf be­stimm­ten Ein­stel­lun­gen be­ruht.“

Aber auch bei an­de­ren Fehl­funk­tio­nen hilft das neue Ver­fah­ren, in­dem man eben schnell eine feh­ler­haf­te Ein­stel­lung aus­schlie­ßen kann. „Für die Kun­den ist es jetzt wirk­lich spie­lend ein­fach, die kom­plet­ten Pa­ra­me­ter und alle Ein­stel­lun­gen des HER­MA 500 zu über­tra­gen, ohne dass eine Da­ten­ver­bin­dung auf­ge­baut wer­den muss“, so Er­hardt.

Auch kann der QR-Code ge­nutzt wer­den, um den Stand der ak­tu­el­len Pa­ra­me­ter und Ein­stel­lun­gen zu do­ku­men­tie­ren und im HER­MA Ser­vice Por­tal zu hin­ter­le­gen. Im Fal­le ei­nes un­wahr­schein­li­chen Sys­te­mab­stur­zes kön­nen mit Hil­fe die­ser Da­ten die kun­den­spe­zi­fi­schen Ein­stel­lun­gen recht schnell re­kon­stru­iert wer­den.

Die HER­MA GmbH mit Haupt­sitz in Fil­der­stadt ist ein füh­ren­der eu­ro­päi­scher Spe­zia­list für Selbst­kle­be­tech­nik. Die Un­ter­neh­mens­grup­pe er­ziel­te im Ge­schäfts­jahr 2020 in den drei Ge­schäfts­be­rei­chen Haft­ma­te­ri­al, Eti­ket­ten und Eti­ket­tier­ma­schi­nen mit über 1.100 Mit­ar­bei­tern einen Um­satz von 380,8 Mio. €. Der Ex­port­an­teil lag bei 62,8 %.

(kb)

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