VERPACKEN-AKTUELL

Informationen aus der Verpackungsbranche

Gerresheimer und Merck entwickeln digitale Zwillinge für Primärverpackungen

Proof-of-Concept (PoC) verknüpft Primärverpackung durch ID mit sicherem digitalen Zwilling

15. November 2022, von Susanna Stock

Jede Spritze mit digitalem Zwilling – eine gemeinsam von Gerresheimer AG und Merck entwickelte Technologie soll es möglich machen.

Quelle: Gerresheimer AG

Ger­res­hei­mer AG, ein füh­ren­der An­bie­ter von He­al­th­care So­lu­ti­ons und Drug-Delivery-Systemen für Phar­ma, Bio­tech und Kos­me­tik und Merck, Darm­stadt, ein füh­ren­des Wis­sen­schafts- und Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men, ha­ben ge­mein­sam eine Lö­sung für den Ein­satz der Tech­no­lo­gie des so­ge­nann­ten „di­gi­ta­len Zwil­lings“ (engl. di­gi­tal twin) ent­wi­ckelt, um die Rück­ver­folg­bar­keit und Zu­ver­läs­sig­keit von Da­ten an kri­ti­schen Punk­ten ent­lang der phar­ma­zeu­ti­schen Lie­fer­ket­te noch wei­ter zu op­ti­mie­ren. Ziel des PoC ist es, die phar­ma­zeu­ti­sche Lie­fer­ket­te mit­hil­fe von di­gi­ta­len Zwil­lin­gen für Pri­mär­ver­pa­ckun­gen von Grund auf zu ver­än­dern. Über ein ein­zi­ges Netz­werk pro­fi­tie­ren die am Pro­zess Be­tei­lig­ten von voll­stän­di­ger Rück­ver­folg­bar­keit und di­gi­ta­ler Zu­ver­läs­sig­keit, was dank der Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung zu Kos­ten­ein­spa­run­gen, Qua­li­täts­stei­ge­run­gen und so­gar neu­en Ge­schäfts­mo­del­len füh­ren kann.

„Wir sind da­von über­zeugt, dass wir mit un­se­ren Pri­mär­ver­pa­ckun­gen ganz we­sent­lich zum Er­folg von or­ga­ni­sa­ti­ons­über­grei­fen­den Lie­fer­netz­wer­ken bei­tra­gen wer­den, da wir da­mit Ar­beits­ab­läu­fe op­ti­mie­ren und da­ten­ge­stütz­te Ent­schei­dungs­fin­dun­gen er­mög­li­chen“, sag­te Da­niel Die­zi, Vice Pre­si­dent of Di­gi­ta­li­za­ti­on and New Busi­ness Mo­dels bei Ger­res­hei­mer.

„Bei Merck ent­wi­ckeln wir di­gi­ta­le In­no­va­tio­nen, mit de­nen Un­ter­neh­men die über­zeu­gen­den Vor­tei­le des In­dus­tri­al In­ter­net of Things (IIoT) nut­zen und zu­ver­läs­si­ge di­gi­ta­le Zwil­lin­ge er­stel­len kön­nen. Wir sind stolz dar­auf, als di­gi­ta­ler Spar­rings­part­ner das Team von Ger­res­hei­mer mit un­se­ren pa­ten­tier­ten di­gi­ta­len Tech­no­lo­gi­en un­ter­stüt­zen zu kön­nen“, sag­te Tho­mas End­ress, Exe­cu­ti­ve Di­rec­tor EMD Di­gi­tal bei Merck.

Mit der ge­mein­sam ent­wi­ckel­ten Lö­sung wird die phy­si­sche Pri­mär­ver­pa­ckung von Ger­res­hei­mer mit ei­nem ge­si­cher­ten „Schlüs­sel“ ver­se­hen, über den die Ver­bin­dung zum da­zu­ge­hö­ri­gen di­gi­ta­len Zwil­ling her­ge­stellt wird. Wäh­rend ih­rer „Rei­se“ durch die Lie­fer­ket­te – von der Pro­duk­ti­on bis hin zum Pa­ti­en­ten – ver­bin­den und sam­meln die Pri­mär­ver­pa­ckun­gen, wie z. B. Sprit­zen oder Am­pul­len, wich­ti­ge Da­ten, die mit ih­rer ein­deu­ti­gen Ken­nung ver­knüpft wer­den. Sie wer­den so zu ei­ner wert­vol­len In­for­ma­ti­ons­quel­le, die Da­ten aus un­ter­schied­li­chen di­gi­ta­len Öko­sys­te­men ent­hält und ein ef­fi­zi­en­te­res Zu­sam­men­ar­bei­ten zwi­schen ver­schie­de­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen in­ner­halb des Lie­fer­netz­werks er­mög­licht. Die neue Lö­sung, die in den Pro­duk­ten von Ger­res­hei­mer zur An­wen­dung kommt, nutzt eine Block­chain-basierte Platt­form und mehr­fach pa­ten­tier­te Au­then­ti­fi­zie­rungs­tech­no­lo­gi­en von Merck, um phy­si­sche Ge­gen­stän­de in der di­gi­ta­len Welt si­cher zu ver­an­kern. In Kom­bi­na­ti­on mit den Stan­dards der In­dus­trie 4.0 ist dies eine hoch­sta­bi­le und zu­ver­läs­si­ge Lö­sung. Als Wis­sen­schafts- und Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men mit un­ter­schied­li­chen Un­ter­neh­mens­be­rei­chen ent­wi­ckelt Merck zu­dem zu­kunfts­wei­sen­de di­gi­ta­le Kun­den­lö­sun­gen, die in den un­ter­schied­lichs­ten Bran­chen ein­ge­setzt wer­den kön­nen.

Das ge­mein­sa­me PoC-Projekt von Ger­res­hei­mer und Merck um­fasst Sprit­zen mit si­che­rer und ein­deu­ti­ger Ken­nung, eine Smart­pho­ne-App und den Zu­gang zu den Funk­tio­nen des di­gi­ta­len Zwil­lings über die di­gi­ta­le Platt­form von Merck. Die Smart­pho­ne-App ist für au­to­ri­sier­te In­ter­es­sens­grup­pen wie Mar­ke­nei­gen­tü­mer (Zu­las­sungs­in­ha­ber) und Qua­li­täts­si­che­rungs­be­auf­trag­te beim Her­stel­ler zu­gäng­lich. Nach der Au­then­ti­fi­zie­rung der Sprit­ze und dem Ein­le­sen der ein­deu­ti­gen Ken­nung kön­nen au­to­ri­sier­te Per­so­nen auf die hin­ter­leg­ten Qua­li­täts- und Ur­sa­chen­ana­ly­se­da­ten so­wie Be­ar­bei­tungs­funk­tio­nen für Kun­den­re­kla­ma­tio­nen zu­grei­fen:

– Qua­li­täts­da­ten auf Ab­ruf: Zu­griff auf das ma­schi­nell les­ba­re Ana­ly­se­zer­ti­fi­kat so­wie kos­me­ti­sche und di­men­sio­na­le Prüf­da­ten – Be­ar­bei­tung von Kun­den­re­kla­ma­tio­nen: ef­fi­zi­en­te Ab­wick­lung von Kun­den­re­kla­ma­tio­nen – vom Mar­ke­nei­gen­tü­mer bis zum Her­stel­ler – mit prak­ti­scher Über­sicht wie auf ei­nem Das­h­board – Ur­sa­chen­ana­ly­se: Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen wie Spe­zi­fi­ka­tio­nen und Ag­gre­ga­ti­on auf ver­schie­de­nen Ver­pa­ckungs­ebe­nen, er­gänzt um qua­li­täts­be­zo­ge­ne Da­ten, hel­fen bei der Feh­ler­ana­ly­se und der Iden­ti­fi­ka­ti­on von mög­li­chen Pro­blem­quel­len auf Con­tai­ner-Ebene.

Da in phar­ma­zeu­ti­schen Lie­fer­ket­ten zahl­rei­che Ex­per­ten zum Ge­sam­ter­folg bei­tra­gen, wol­len Ger­res­hei­mer und Merck wei­te­re Pro­zess­be­tei­lig­te ein­be­zie­hen, um zu­sätz­li­che naht­lo­se Mehr­par­tei­en­lö­sun­gen zu ent­wi­ckeln, mit de­nen das vol­le Po­ten­zi­al aus­ge­schöpft und die Rück­ver­folg­bar­keit von der Pro­duk­ti­on bis zum Point-of-Care kom­plett ab­ge­deckt wer­den kann. So­bald wei­te­re Par­tei­en wie Auf­trags­her­stel­ler, Lo­gis­tik­dienst­leis­ter und Auf­sichts­be­hör­den die­se Lö­sung eben­falls ein­füh­ren, kön­nen die Ein­satz­mög­lich­kei­ten der au­to­ma­ti­sier­ten Ge­schäfts­lo­gik aus­ge­wei­tet wer­den, bei­spiels­wei­se auf M2M-Anwendungen, die das au­to­ma­ti­sier­te Er­stel­len von Zer­ti­fi­ka­ten und de­ren Aus­tausch zwi­schen ver­schie­de­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen er­mög­li­chen.

(st)

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