VERPACKEN-AKTUELL

Informationen aus der Verpackungsbranche

Kennzeichnungslösung für den Farbenspezialisten JUB Gruppe

Etikettieren in 3D

25. Mai 2022, von Dr. Klaus Bremer

Farbeimer zu etikettieren ist oft eine knifflige Sache: Die Produktform ist rund, aber leicht konisch – und die Etiketten sind riesengroß.

Quelle: HERMA

Große Far­bei­mer auf zwei Sei­ten zu eti­ket­tie­ren kann sich als an­spruchs­vol­le Auf­ga­be her­aus­stel­len. Zum einen sind die Eti­ket­ten in der Re­gel sehr groß. Zum an­de­ren sind die Pro­duk­te bis zu 25 Ki­lo­gramm schwer, un­hand­lich und sie ha­ben vor al­lem eine drei­di­men­sio­nal ver­form­te Sei­ten­wand: Auf­grund der ova­len, leicht ko­ni­schen Form der Be­häl­ter ver­än­dert sich bei ih­nen wäh­rend des Eti­ket­tier­vor­gangs der Ab­stand zum Eti­ket­tie­rer.

Wie ge­lingt den­noch eine prä­zi­se Sei­te­ne­ti­ket­tie­rung ohne Fal­ten und Bla­sen si­cher und zu­ver­läs­sig? So lau­te­te die Auf­ga­ben­stel­lung bei der JUB Grup­pe, ei­nem füh­ren­den eu­ro­päi­schen Farb- und Fassa­den­sys­tem­her­stel­ler mit Haupt­sitz in Slo­we­ni­en, 12 Toch­ter­ge­sell­schaf­ten in Mit­tel- und Süd­ost­eu­ro­pa und ins­ge­samt über 700 Mit­ar­bei­tern. Da die Eti­ket­tier­an­la­ge un­mit­tel­bar in ei­nem Pro­duk­ti­ons- und Ab­füll­stand­ort der JUB Grup­pe zum Ein­satz kommt, war zu­dem eine glei­cher­ma­ßen be­son­ders ro­bus­te wie kom­pak­te Kon­struk­ti­on und Aus­füh­rung der An­la­ge ge­sucht. Der ser­bi­sche Ver­pa­ckungs- und Kenn­zeich­nungs­spe­zia­list El­med, lang­jäh­ri­ger Ver­triebs- und Ser­vice­part­ner von HER­MA, hat für die­se an­spruchs­vol­le Auf­ga­be jetzt eine Lö­sung ge­schaf­fen. Zum Ein­satz kom­men da­bei drei Eti­ket­tie­rer vom Typ HER­MA 500.

Von der Ab­füllan­la­ge kom­mend wer­den die Pro­duk­te da­bei au­to­ma­tisch über ein För­der­band an die Ei­mer-Etikettiermaschine von El­med über­ge­ben. Ein spe­zi­el­les Band­füh­rungs­sys­tem sorgt zu­nächst für die ex­ak­te Aus­rich­tung, ein mit­tig an­ge­brach­tes Ober­band für zu­sätz­li­che Sta­bi­li­sie­rung in­ner­halb der Eti­ket­tier­ma­schi­ne. Um die bei­den Sei­te­ne­ti­ket­ten an­zu­brin­gen, die je­weils grö­ßer als A4 sind, sind her­kömm­li­che, star­re Ab­lö­se­kan­ten un­ge­eig­net.

Für den Farbspezialisten JUB hat Elmed auf Basis von drei HERMA 500 eine Lösung entwickelt, die aufgrund spezieller Vakuumsaugplatten dreidimensionales Etikettieren ermöglicht.

Quelle: HERMA

El­med ent­wi­ckel­te des­halb spe­zi­el­le Va­ku­ums­aug­stem­pel, die ent­lang al­ler drei re­le­van­ten Ach­sen be­weg­lich sind, also drei­di­men­sio­nal eti­ket­tie­ren kön­nen. Die Eti­ket­ten wer­den zu­nächst an der Ab­lö­se­kan­te von den Saug­stem­peln über­nom­men, die sie dann mit­hil­fe ei­nes pneu­ma­ti­schen Sys­tems auf die Ei­mer ap­pli­zie­ren. Um einen bes­se­ren Halt der Eti­ket­ten zu ge­währ­leis­ten, wer­den sie zu­sätz­lich mit Bürs­ten bzw. Wal­zen an­ge­drückt. Au­ßer­dem wird noch ein Eti­kett von oben in die ver­tief­te Ober­flä­che des Ei­mer­de­ckels auf­ge­bracht. Bis zu 12 Far­bei­mer pro Mi­nu­te wer­den bei JUB auf die­se Wei­se eti­ket­tiert.

„Wir sind sehr da­von be­ein­druckt, wie prä­zi­se und rei­bungs­los das Sys­tem funk­tio­niert“, sagt Za­gor­ka Mikić, die tech­ni­sche Lei­te­rin des JUB Pro­duk­ti­ons­stand­ortes in der Nähe von Bel­grad. „Die HER­MA 500 las­sen sich sehr in­tui­tiv be­die­nen.“ Denn wer ein Smart­pho­ne be­die­nen kann, kommt auch mit dem Touch­s­creen des Eti­ket­tie­rers so­fort zu­recht. Er lässt sich so­wohl mit als auch ohne Hand­schu­he be­die­nen, was in Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen sinn­voll ist. Die Menüstruk­tur ist so ge­stal­tet, dass nicht mehr als drei Klicks be­nö­tigt wer­den, um zum ge­wünsch­ten Menü­punkt zu ge­lan­gen.

Auch der schnel­le Wech­sel von Eti­ket­ten­rol­len er­folgt un­kom­pli­ziert: Fa­vo­ri­sier­te Pa­ra­me­ter­ein­stel­lun­gen kann man sich di­rekt auf dem Start­bild­schirm an­zei­gen las­sen. Gleich­zei­tig ist der Touch­s­creen mit al­len üb­li­chen Mit­teln ein­fach zu rei­ni­gen, soll­ten sich dort ein­mal Staub oder an­de­re un­ver­meid­ba­re Par­ti­kel ab­set­zen.

Aus Sicht von El­med, das be­reits eine Rei­he von Kenn­zeich­nungs­lö­sun­gen für JUB rea­li­siert hat, ha­ben die­se Ei­gen­schaf­ten er­heb­lich zur großen Zu­frie­den­heit des Kun­den bei­ge­tra­gen. „Nach der in­itia­len Schu­lung in der Pro­duk­ti­on von JUB ha­ben wir kei­ner­lei Rück­fra­gen mehr be­kom­men, was die Funk­ti­ons­wei­se oder den täg­li­chen Be­trieb der An­la­ge an­geht“, sagt Ivan Cr­no­je­vić, Ge­schäfts­füh­rer von El­med. „Das zeigt na­tür­lich, dass das Be­di­en­per­so­nal un­se­res Kun­den sehr er­fah­ren und um­sich­tig ist. Aber es ist auch ein In­di­ka­tor da­für, dass un­se­re Eti­ket­tier­ma­schi­ne mit den drei HER­MA 500 die nicht ganz all­täg­li­chen An­for­de­run­gen zu­ver­läs­sig er­füllt und sta­bil funk­tio­niert.“

[clas:alert alert-info] Die HER­MA GmbH mit Haupt­sitz in Fil­der­stadt ist ein füh­ren­der eu­ro­päi­scher Spe­zia­list für Ver­pa­ckungs- und Pro­dukt­kenn­zeich­nung. Die Un­ter­neh­mens­grup­pe er­ziel­te im Ge­schäfts­jahr 2021 in den drei Ge­schäfts­be­rei­chen Haft­ma­te­ri­al, Eti­ket­ten und Eti­ket­tier­ma­schi­nen mit über 1.100 Mit­ar­bei­tern einen Um­satz von 428,4 Mio. €. Der Ex­port­an­teil lag bei 62,5 %.

(kb)

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