VERPACKEN-AKTUELL

Informationen aus der Verpackungsbranche

Bundesumweltministerium fördert Produktionstechnologie

Schumacher Packaging treibt Digitalisierung der Produktion weiter voran

06. Juli 2022, von Susanna Stock

Durch das automatisierte Transport- und Schälsystem „iPrep“ werden am Produktionsstandort Greven Abfälle und CO2-Emissionen in der Produktion eingespart.

Quelle: Schumacher Packaging

Mit 480.000 Euro för­dert das Bun­desum­welt­mi­nis­te­ri­um über das Um­weltin­no­va­ti­ons­pro­gramm den Pro­to­typ ei­nes neu­en Trans­port- und Schälsys­tem, ge­nannt „iPrep“, das die Schu­ma­cher Packa­ging Grup­pe im Werk Gre­ven in­stal­liert. Bis 2025 will Schu­ma­cher Packa­ging 700 Mil­lio­nen Euro in eine um­welt­freund­li­che Pro­duk­ti­on in­ves­tie­ren.

„Mit dem Ein­satz ei­nes res­sour­cenef­fi­zi­en­ten, au­to­ma­ti­sier­ten Trans­port- und Schälsys­tems am Stand­ort Gre­ven setzt Schu­ma­cher Packa­ging in Sa­chen Kli­ma­schutz ein kla­res Zei­chen für die Ver­pa­ckungs­bran­che und dar­über hin­aus. Durch iPrep wer­den Ab­fäl­le und vor al­lem er­heb­lich CO2-Emissionen in der Pro­duk­ti­on von Pa­pier­ver­pa­ckun­gen ein­ge­spart. Ge­nau sol­che Pro­jek­te wol­len wir in der Ver­pa­ckungs­bran­che ver­mehrt se­hen und för­dern“, so der Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tär Chris­ti­an Kühn bei ei­nem vir­tu­el­len Tref­fen zur Ver­lei­hung der För­der­ur­kun­de.

Björn Schu­ma­cher, Ge­schäfts­füh­rer der Schu­ma­cher Packa­ging Grup­pe, be­tont: „Der Schlüs­sel zu ei­ner nach­hal­ti­ge­ren Ver­pa­ckungs­bran­che liegt für uns in ei­ner um­welt­freund­li­chen Pro­duk­ti­ons­wei­se. Des­halb in­ves­tie­ren wir in res­sour­cen­scho­nen­de Zu­kunfts­tech­no­lo­gi­en, um bis spä­tes­tens 2035 un­ser Ziel zu er­rei­chen, CO2-neutral zu pro­du­zie­ren. iPrep ist ein wei­te­rer Schritt auf un­se­rem Weg dort­hin und wir freu­en uns na­tür­lich, wenn un­ser En­ga­ge­ment von der Po­li­tik ge­se­hen und auch ge­för­dert wird.“ Schu­ma­cher Packa­ging ist welt­weit der ers­te Well­pap­pen­her­stel­ler, der den iPrep-Prototypen ein­setzt und ge­mein­sam mit BHS In­tra­lo­gi­stics wei­ter­ent­wi­ckelt. „Durch iPrep kön­nen wir am Pro­duk­ti­ons­stand­ort Gre­ven rund 548 Ton­nen Ab­fäl­le von Well­pap­peroh­pa­pier und da­mit in­di­rekt den Aus­stoß von cir­ca 274 Ton­nen CO2 pro Jahr ver­mei­den“, er­läu­tert Björn Schu­ma­cher.

Der­zeit wer­den für die Pro­duk­ti­on be­nö­tig­te Pa­pi­er­rol­len im Werk mit Ga­bel­stap­lern und Greif­klam­mern, bzw. Nie­der­flur­hub­wa­gen trans­por­tiert. Da­bei kann es im­mer wie­der zu Be­schä­di­gun­gen der au­ßen­lie­gen­den Pa­pier­bah­nen kom­men, die dann ent­fernt wer­den müs­sen. Bis jetzt wird die­ser Vor­gang ma­nu­ell vor­ge­nom­men und da­bei im Schnitt cir­ca acht La­gen un­be­schä­dig­tes Pa­pier von der Rol­le ent­fernt. Mit iPrep sol­len die Pa­pi­er­rol­len nun durch ein Fah­rer­lo­ses Trans­port Sys­tem (FTS) zu ei­ner Schälsta­ti­on trans­por­tiert und dort voll­au­to­ma­ti­siert ge­schält wer­den. Ein Ro­bo­ter trennt dort die ers­te Lage ziel­ge­rich­tet ab und lei­tet die Pa­pi­er­rol­le zu ei­ner In­spek­ti­ons­ein­heit wei­ter. Die­se prüft die Pa­pier­bahn mit Hil­fe von LED- und Ka­me­ra­tech­nik auf Be­schä­di­gun­gen und ver­an­lasst wei­te­re Trenn­schnit­te, bis das Pa­pier ein­wand­frei ist. An­schlie­ßend wird die Pa­pi­er­rol­le mit dem Fah­rer­lo­sen Trans­port Sys­tem wie­der voll­au­to­ma­tisch an die Well­pap­pen­an­la­ge ge­fah­ren.

Schumacher Packaging baut den Standort Greven zum Multi-Mega-Werk der nächsten Generation aus.

Quelle: Schumacher Packaging

Seit Som­mer ver­gan­ge­nen Jah­res baut Schu­ma­cher Packa­ging das Well­pap­pe-Werk in Gre­ven zu ei­nem Mul­ti-Mega-Werk der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on aus. Der Ver­pa­ckungs­spe­zia­list rea­gier­te mit dem Aus­bau auf die stei­gen­de Nach­fra­ge nach Well­pap­pe-Verpackungen in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten, die durch den E-Commerce-Sektor an­ge­trie­ben wur­de. Ne­ben der Er­wei­te­rung der Pro­duk­ti­ons­flä­che um über 20.000 qm, kom­plet­tie­ren be­reits ab die­sem Jahr zwei neue Well­pap­pe-Anlagen den Aus­bau. Die zwei­te Well­pap­pen­an­la­ge mit ei­ner Ar­beits­brei­te von 2.500 mm wird vor­aus­sicht­lich im drit­ten Quar­tal 2022 in Be­trieb ge­nom­men. Da­mit ist Gre­ven bald ei­nes der welt­weit größ­ten Mul­ti-Mega-Werke im Be­reich Well­pap­pe. Der Aus­bau in Gre­ven ist Teil des In­ves­ti­ti­ons­pro­gramms von Schu­ma­cher Packa­ging, im Zuge des­sen das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men bis 2025 ins­ge­samt rund 700 Mil­lio­nen Euro für eine zu­kunfts­fä­hi­ge und nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on auf­wen­den wird.

(st)

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