VERPACKEN-AKTUELL

Informationen aus der Verpackungsbranche


Abfüllanlage mit Elektronenstrahltechnik

Neue Tetra Pak® E3 ersetzt Wasserstoffperoxid bei der Sterilisation

29. Juni 2015

Die neue Tetra Pak® E3 ist in drei verschiedenen Versionen erhältlich – die Pilotphase bei führenden Molkereiunternehmen wurde nach Unternehmensangaben erfolgreich abgeschlossen.

Quelle: Tetra Pak®

Tetra Pak® präsentiert heute seine neue E3-Abfüllanlage.

Nach Abschluss der Pilotphase stellt Tetra Pak® nun die branchenweit erste Abfüllanlage vor, in der Elektronenstrahlen statt Wasserstoffperoxid zum Sterilisieren des Verpackungsmaterials genutzt werden. Vorteile im Vergleich zur bestehenden A3/Speed-Plattform sind die niedrigeren Betriebskosten und die bessere Ökobilanz, wie das Unternehmen hervorhebt. Zudem bietet sie noch mehr Möglichkeiten für flexible Produktionswechsel.

Auf der Hochleistungsanlage können bis zu 40.000 Verpackungen pro Stunde abgefüllt werden. Tetra Pak® stellt die neue E3-Plattform derzeit auf der internationalen Fispal TechnologiaFachmesse im brasilianischen Sao Paulo erstmals vor. Herzstück der neuen Anlage ist die innovative Sterilisierungstechnologie mit Elektronenstrahlen. Sie wurde in Zusammenarbeit mit COMET, einem weltweit führenden Unternehmen in der Hochspannungs- und Hochvakuumtechnik, entwickelt. Bei dem neuen, eBeam-genannten Verfahren wird ein konzentrierter Elektronenstrahl auf die Oberfläche des durch die Maschine laufenden Verpackungsmaterials gerichtet, der sämtliche Bakterien und Mikroorganismen abtötet.

Charles Brand, Executive Vice President, Product Management and Commercial Operations bei Tetra Pak: „Dies ist eine außerordentlich spannende Neuentwicklung. Denn in puncto Effizienz und Leistungsfähigkeit bietet die Tetra Pak E3-Anlage unseren Kunden derart deutliche Vorteile, so dass für die gesamte Kartonverpackungsbranche vom Beginn einer neuen Ära gesprochen werden kann.“

Die eBeam-Technologie auf Basis von Elektronenstrahlen löst die zeitaufwendige Sterilisierung mit Wasserstoffperoxid ab, die bislang den noch schnelleren Durchlauf der Kartonverpackungen verhinderte. Mit eBeam lässt sich eine Abfüllgeschwindigkeit von bis zu 40.000 Portionsverpackungen pro Stunde erzielen. Das entspricht elf Packungen pro Sekunde. Markttests haben gezeigt, dass Getränkehersteller dank dieser höheren Produktionskapazität bis zu 20 Prozent ihrer Betriebskosten einsparen können.

Darüber hinaus können Getränkeabfüller auch ihr Umweltprofil verbessern, da das Wasserstoffperoxid in der Sterilisierung des Verpackungsmaterials ersetzt wird. Dadurch wird die Wasseraufbereitung erleichtert, der Stromverbrauch gesenkt und die Menge des anfallenden Abfalls verringert. Das modulare Design der Tetra Pak E3-Plattform bietet den Herstellern außerdem eine höhere Produktionsflexibilität. Denn durch die Installation der eBeam-Elektronenstrahltechnik kann ab sofort mit nur einer Tetra Pak® E3/CompactFlex-Abfüllmaschine zwischen Fertigungsaufträgen für pasteurisierte und länger haltbare (ESL-)Produkte gewechselt werden.

Der Präsentation der Tetra Pak E3 auf der Fispal gingen erfolgreiche Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit einigen der führenden Molkereiunternehmen weltweit voraus, so etwa mit Rajo, dem größten Molkereiunternehmen der Slowakei. Von 2011 bis 2014 produzierte Rajo 110 Millionen Packungen UHT-Milch in Tetra Brik® Aseptic 1000 Slim-Verpackungen mit einer mit dem neuen eBeam-Sterilisierungssystem ausgerüsteten Tetra Pak A3/Speed-Anlage. Peter Novorol’nik, Production Manager bei Rajo, sagt: „Innovation ist einer der Grundsteine der Strategie von Rajo. Wir sind in unserem Heimatmarkt führend in allen Segmenten, die wir bedienen. Es geht aber nicht nur um neue Produkte. Auch im Hinblick auf die Werkskosten müssen wir stets nach Innovationen streben. Wir können heute sagen, dass die Elektronenstrahltechnologie die Lösung für zukünftige Verbesserungen sein könnte. Dieses innovative System bietet deutliches Einsparpotenzial durch den Verzicht auf Wasserstoffperoxid. Für die Sterilisierung von einer Million Verpackungen benötigt man 300 Liter Wasserstoffperoxid. Die Einsparungen sind also beachtlich.“

Bei der auf der Fispal ausgestellten Anlage handelt es sich um die Tetra Pak E3/Speed. Sie wird ab 2016 erhältlich sein. Mit ihr lassen sich 15.000 Tetra Brik® Aseptic 1000 EdgeFamilienpackungen mit LightCap™ 30 pro Stunde fertigen. Tetra Pak plant eine zukünftige Ausweitung der neuen Plattform auf weitere Maschinen. Zunächst sollen drei Versionen eingeführt werden:

  • Tetra Pak® E3/CompactFlex Länger haltbare (ESL-)Produkte
  • Tetra Pak® E3/Speed Portionsverpackungen
  • Tetra Pak® E3/Flex Länger haltbare (ESL-)Produkte.

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