VERPACKEN-AKTUELL

Informationen aus der Verpackungsbranche



Kostensituation nimmt dramatische Dimension an

Wellpappenindustrie mit Wachstum und Optimismus

4. April 2018, von: Susanna Stock

Entwicklung der Verkaufserlöse im VDW

Quelle: VDW

Dr. Stef­fen P. Würth, Vor­sit­zen­der des Ver­ban­des der Well­pap­pen-In­dus­trie e.V., hat zur Prä­sen­ta­ti­on der Zah­len und Fak­ten der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung im Jahr 2017 der von ihm re­prä­sen­tier­ten Bran­che eine ein­drucks­vol­le Adres­se ge­wählt. Im RED 63, dem REWE Dis­tri­bu­ti­ons­zen­trum in Neu-I­sen­burg, wur­den im An­schluss an die vor­ge­tra­ge­nen In­for­ma­tio­nen prak­ti­sche Ein­bli­cke in den au­to­ma­ti­sier­ten Lo­gis­ti­k-All­tag und da­mit an die Leis­tungs­an­for­de­run­gen von Trans­port­ver­pa­ckun­gen mög­lich.

Die Well­pap­pen­in­dus­trie pro­fi­tier­te auch 2017 von der all­ge­mein gu­ten Wirt­schaft­s­ent­wick­lung in Deutsch­land. So konn­ten die Mit­glie­der des Ver­ban­des der Well­pap­pen-In­dus­trie (VD­W) 2017 ar­beits­täg­lich be­trach­tet ein Ab­satz­wachs­tum von 4,3 % er­zie­len. Das liegt deut­lich über dem all­ge­mei­nen Wirt­schafts­wachs­tum von 2,5 % (ka­len­der­be­rei­nig­t). In ab­so­lu­ten Zah­len ge­mes­sen ha­ben die VD­W-Mit­glie­der 2017 gut 7,8 Mrd. m² Well­pap­pe ab­ge­setzt. Da­mit ver­zeich­nen sie ein Plus von 230 Mio.m² ge­gen­über dem Vor­jahr, was ei­ner Stei­ge­rung von 3,0 % ent­spricht.

In ab­so­lu­ten Zah­len – also ohne ar­beits­täg­li­che Be­rei­ni­gung – ha­ben die VD­W-Mit­glie­der 2017 gut 7,8 Mrd. m² Well­pap­pe ab­ge­setzt. Das wa­ren 230 Mio. m² und da­mit 3,0 % mehr als im Vor­jahr. Die ein­zel­nen Quar­ta­le wei­sen er­heb­li­che Schwan­kun­gen auf, die auch auf die un­ter­schied­li­che An­zahl von Ar­beits­ta­gen zu­rück­zu­füh­ren sind.

Absatzentwicklung in 1.000 m2 2017 2016
1. Quartal 2017 1.970.548 m2 4,8 % 0,7 %
2. Quartal 2017 1.912.749 m2 0,4 % 4,4 %
3. Quartal 2017 1.991.891 m2 3,8 % 1,0 %
4. Quartal 2017 1.944.188 m2 3,0 % -0,1%
2017 gesamt 7.819.375 m2 3,0 % 1,5 %

„Aber die an­hal­ten­de po­si­ti­ve Wirt­schaft­s­ent­wick­lung und die da­mit ver­bun­de­nen Ab­satz­zu­wäch­se kön­nen nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass es auch eine Kehrsei­te der Me­dail­le gibt“, so Würth. Dem­nach sorg­te die hohe Nach­fra­ge nach Well­pap­pen­pro­duk­ten für eine deut­li­che Ver­knap­pung des Roh­pa­piers, wor­auf die Pa­pier­lie­fe­ran­ten mit im­men­sen Preis­er­hö­hun­gen rea­gier­ten. Das führ­te zu ei­ner dra­ma­ti­schen wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge, die die Well­pap­pen­in­dus­trie vor große Her­aus­for­de­run­gen stellt.

Entwicklung von Wellpappen- und Papierpreisen

Quelle: VDW

Die Aus­ga­ben für Roh­stof­fe ma­chen in der Well­pap­pen­in­dus­trie mehr als die Hälf­te der Ge­samt­kos­ten aus. Bei dem mit Ab­stand wich­tigs­ten Roh­stoff, dem Well­pap­pen­roh­pa­pier, muss­ten die VD­W-Mit­glie­der in 2017 Preis­auf­schlä­ge von bis zu 27 % in Kauf neh­men. Und auch in den ers­ten Wo­chen 2018 wur­den die Un­ter­neh­men be­reits mit wei­te­ren deut­li­chen Kos­ten­stei­ge­run­gen kon­fron­tiert.

Da­ge­gen blie­ben die Er­trä­ge 2017 weit hin­ter der Teue­rung der Roh­stof­fe zu­rück. Dem­nach stieg der durch­schnitt­li­che Er­lös pro Qua­drat­me­ter Well­pap­pe im Jah­res­ver­lauf 2017 von 52,6 Cent im Ja­nu­ar auf 53,8 Cent im De­zem­ber. Da­mit la­gen die Prei­se für Well­pap­pen­er­zeug­nis­se 2017 im Durch­schnitt bei 53,1 Cent pro Qua­drat­me­ter, was ei­ner Stei­ge­rung von le­dig­lich 1,1 Pro­zent ge­gen­über dem Vor­jahr ent­spricht. Rein rech­ne­risch hät­ten 13,5 Pro­zent er­zielt wer­den müs­sen, um eine aus­kömm­li­che Er­lös­si­tua­ti­on zu er­rei­chen. „Mit Blick auf die Mar­ge muss das Jahr 2017 für un­se­re In­dus­trie also tat­säch­lich als ka­ta­stro­phal be­zeich­net wer­den“, sagt Würth. Wa­ren in 2017 vie­le Well­pap­pen­her­stel­ler und -ver­ar­bei­ter an teils län­ger­fris­ti­ge Lie­fer­ver­trä­ge mit ih­ren Kun­den ge­bun­den, die auf Grund­la­ge ei­nes er­heb­lich nied­ri­ge­ren Preis­ni­ve­aus bei den Roh­stof­fen ge­schlos­sen wur­den, rech­nen Markt­be­ob­ach­ter und Bran­chen­ken­ner nun­mehr mit deut­li­chen Prei­san­pas­sun­gen für Well­pap­pen­er­zeug­nis­se.

Entwicklung der Druckfarben

Quelle: VDW

Für das lau­fen­de Jahr rech­net Würth auf­grund der ak­tu­el­len Stim­mungs­in­di­ka­to­ren da­mit, dass sich die po­si­ti­ve Kon­junk­tur­ent­wick­lung wei­ter fort­set­zen wird. Er pro­gno­s­ti­ziert einen An­stieg des Well­pap­pen­ab­sat­zes um 3,9 % pro Ar­beits­tag. Würth: „Well­pap­pe ist und bleibt ein zen­tra­ler Wert­trei­ber für un­se­re Kun­den und die ge­sam­te Lie­fer­ket­te. An die­ser Er­folgs­sto­ry wol­len wir trotz der schwie­ri­gen Rah­men­be­din­gun­gen auch 2018 mit al­ler Kraft weiter­schrei­ben.“

„Die Vor­aus­set­zun­gen für die­se Er­folgs­sto­ry der Well­pap­pe sind vor al­lem die so­li­de Ent­wick­lung bei un­se­ren Kun­den und die an­hal­ten­de Kon­s­um­lau­ne der Ver­brau­cher“, so Würth. „Auch in die­ser Pha­se des Auf­schwungs konn­ten Well­pap­pen­ver­pa­ckun­gen wie­der un­ter Be­weis stel­len, dass sie auf­grund ih­rer Leis­tungs­fä­hig­keit ein un­ver­zicht­ba­rer Part­ner für In­dus­trie, Han­del und Lo­gis­tik sind“, so Würth wei­ter.

Zur Wahl des Stand­ortes für die Jah­res­pres­se­kon­fe­renz des VDW führ­te Würth aus: „…(es ist) Ein Ort, an dem täg­lich hun­dert­tau­sen­de Pro­duk­te an­ge­lie­fert und für den Weg in den Su­per­markt kom­mis­sio­niert wer­den. Da­mit wir täg­lich gut ge­füll­te Re­ga­le in den Märk­ten vor­fin­den, ist hier al­les auf ef­fi­zi­en­te Wa­ren­ver­tei­lung ge­trimmt. Als „Mög­lich­ma­cher“ spie­len Trans­port­ver­pa­ckun­gen aus Well­pap­pe da­bei eine ent­schei­den­de Rol­le. Dazu ein paar Zah­len: Auf 65.000 m² wer­den hier der­zeit 20.000 Tro­cken­sor­ti­ment-Ar­ti­kel ge­la­gert und um­ge­schla­gen. Hoch­tech­ni­sier­te und per­fekt auf­ein­an­der ab­ge­stimm­te lo­gis­ti­sche Ab­läu­fe sor­gen da­für, dass an Spit­zen­ta­gen bis zu 500.000 Kol­li an Märk­te in ganz Deutsch­land aus­ge­lie­fert wer­den kön­nen.“

In dem fast 370 Me­ter lan­gen Dis­tri­bu­ti­ons­zen­trum RED 63 be­fin­den sich un­ter an­de­rem über 67.000 Pa­let­ten­stell­plät­ze, die voll­au­to­ma­tisch be­dient wer­den. Die­se Ar­beits­wei­se ver­langt höchs­te Prä­zi­si­on und Maß­hal­tig­keit von den Pa­let­ten­la­dun­gen - La­gen­bil­dung und Sta­bi­li­tät sind ent­schei­den­de Fak­to­ren für die rei­bungs­lo­se Be­för­de­rung in dem leis­tungs­star­ken Sys­tem.

Würth: „Die wich­tigs­te Auf­ga­be von Trans­port­ver­pa­ckun­gen ist der Schutz der Pro­duk­te ge­gen Be­schä­di­gung oder Ver­un­rei­ni­gung. Ent­schei­dend sind die Wahl der rich­ti­gen Kon­struk­ti­on und die Ma­te­ri­al­be­schaf­fen­heit der Well­pap­pen­ver­pa­ckung. In der Ver­gan­gen­heit gab es ge­ra­de in den Lä­gern und Ver­kaufs­stel­len des Han­dels Kla­gen, wenn Le­bens­mit­tel aus falsch ver­stan­de­ner Spar­sam­keit un­zu­rei­chend ver­packt wa­ren. Vor 14 Jah­ren hat­te eine durch uns be­auf­trag­te Un­ter­su­chung er­mit­telt, dass sich pro Jahr ver­meid­ba­re Pro­dukt­schä­den in Höhe von über 300 Mil­lio­nen Euro sum­mie­ren. Die­ses Bild hat sich er­freu­li­cher­wei­se ge­wan­delt: Eine in 2017 vom EHI Re­tail In­sti­tu­te durch­ge­führ­te Er­he­bung un­ter Lo­gis­ti­k­ex­per­ten des Han­dels er­gab, dass Well­pap­pen­ver­pa­ckun­gen heu­te ganz über­wie­gend an­for­de­rungs­ge­recht ein­ge­setzt wer­den. Ver­ein­zelt auf­tre­ten­de Schä­den sind dem­nach nur noch sel­ten auf man­gel­haf­te Ver­pa­ckun­gen zu­rück­zu­füh­ren.“

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