VERPACKEN-AKTUELL

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Die K ist kein Ort der Bescheidenheit

Start in neue Denkwelten

3. November 2019, von: Susanna Stock

Quelle: Messe Düsseldorf / ctillmann

Vor lau­ter Kreis­l­auf­wirt­schaft konn­te es ei­nem hier und da schon mal schwin­de­lig wer­den auf der größ­ten Kunst­stoff­mes­se der Welt. Fakt ist: Die cir­cu­lar eco­no­my hat der su­staina­bi­li­ty mäch­tig den Rang ab­ge­lau­fen auf der K 2019. Kaum ein Mes­se­stand, der nicht in Wor­ten und Bil­dern, Gra­fi­ken und Pik­to­gram­men auf die ei­ge­nen Be­kennt­nis­se zur Kreis­l­auf­wirt­schaft und die Ver­wen­dung von Kunst­stoffre­cy­cla­ten hin­wies. Und auch in den un­ge­zähl­ten Ge­sprä­chen zwi­schen Aus­stel­lern und Be­su­chern dürf­te das The­ma nie­mals ge­fehlt ha­ben, so das ein­hel­li­ge Fa­zit von Ver­an­stal­ter und Trä­ger­ver­bän­den – von der ei­ge­nen Be­ob­ach­tung des neu­tra­len Jour­na­lis­ten ganz zu schwei­gen. Nicht zu ver­ges­sen, dass vor al­lem bei den Ma­schi­nen­bau­ern zahl­rei­che hoch­in­ter­essan­te An­sät­ze zur Ver­tie­fung von In­dus­trie 4.0 zu be­stau­nen wa­ren.

Um die in Düs­sel­dorf be­schwo­re­nen An­stren­gun­gen zu mehr kreis­lauf­fä­hi­gen Ma­te­ria­li­en und Pro­duk­ten Wirk­lich­keit wer­den zu las­sen be­darf es im kom­men­den Jahr­zehnt der Schaf­fung neu­er Struk­tu­ren. Da­mit Kunst­stof­fe in großen Men­gen real im Kreis ge­führt wer­den kön­nen, wer­den Sam­mel-, Sor­tier- und Ver­ar­bei­tungs­ka­pa­zi­tä­ten be­nö­tigt. Dro­hen­de, ver­schärf­te Ge­setz­ge­bungs­vor­ha­ben (ob in der EU oder auf an­de­ren Kon­ti­nen­ten) al­lein er­öff­nen Re­cy­cla­ten noch kei­ne Märk­te. Doch im Zu­sam­men­spiel von Roh­stof­fer­zeu­gern, Ad­di­ti­v-, Mas­ter­bat­ch-, Farb­her­stel­lern und Ma­schi­nen­bau­ern, so das Bild auf der K 2019, wer­den Wege auf­ge­zeich­net, die Wie­der­ver­wen­dung von Kunst­stof­fen nach ih­rem ers­ten „Le­ben“ deut­lich zu ver­ein­fa­chen.

Hier noch eine sub­jek­tiv zu­sam­men­ge­stell­te Nach­le­se ver­schie­de­ner Ex­po­na­te, The­men und Aus­stel­ler­be­rich­te, die die Stim­mung und Be­find­lich­keit der Kunst­stoff­bran­che ins­ge­samt spie­gelt.

Aus dem offiziellen Abschlussbericht

Quelle: Messe Düsseldorf / ctillmann

Die 3.333 Aus­stel­ler aus 63 Na­tio­nen stell­ten ein­drucks­voll un­ter Be­weis: Kunst­stoff ist nach wie vor ein in­no­va­ti­ver, un­ver­zicht­ba­rer und zu­kunfts­wei­sen­der Werk­stoff. Sie un­ter­mau­er­ten aber auch ein­stim­mig die Not­wen­dig­keit funk­tio­nie­ren­der Kreis­l­auf­wirt­schaf­ten ent­lang der ge­sam­ten Wert­stoff­ket­te und prä­sen­tier­ten hier­zu be­reits kon­kre­te Lö­sun­gen. Da­mit tra­fen sie den Puls der Zeit, denn die rund 225.000 Be­su­cher aus 165 Län­dern zeig­ten ho­hes In­ter­es­se ins­be­son­de­re an Re­cy­cling­s­ys­te­men, nach­hal­ti­gen Roh­stof­fen und res­sour­cen­scho­nen­den Ver­fah­ren. Dar­über hin­aus präg­te eine nach wie vor hohe In­ves­ti­ti­ons­be­reit­schaft die K 2019. Beim in­ter­na­tio­na­len Fach­pu­bli­kum war die Ab­sicht, sich mit neues­ten Tech­no­lo­gi­en op­ti­mal für die Zu­kunft auf­zu­stel­len, deut­lich spür­bar.

„Die K 2019 kam ge­nau zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Der hohe Zu­spruch aus al­ler Welt un­ter­mau­ert ihre enor­me Be­deu­tung für die Bran­che. Nir­gend­wo sonst ist die­se so in­ter­na­tio­nal und ge­schlos­sen ver­tre­ten wie alle drei Jah­re in Düs­sel­dorf“, kon­sta­tiert Wer­ner Matt­hi­as Dorn­scheidt, Vor­sit­zen­der der Ge­schäfts­füh­rung der Mes­se Düs­sel­dorf, und führt aus: „Ge­ra­de in Zei­ten, die große Her­aus­for­de­run­gen bie­ten, ist eine Platt­form wie die K un­er­läss­lich. Sie gibt Ori­en­tie­rung und Aus­bli­cke, setzt nach­hal­ti­ge wirt­schaft­li­che Im­pul­se, zeigt zu­kunfts­wei­sen­de Trends und kon­kre­te Lö­sungs­an­sät­ze auf. Die In­dus­trie und ihre Fach­ver­bän­de hat­ten hier die ein­ma­li­ge Ge­le­gen­heit, bran­chen­be­zo­ge­ne Lö­sun­gen zu prä­sen­tie­ren und ge­sell­schafts­po­li­tisch re­le­van­te Fra­gen welt­um­span­nend zu er­ör­tern. Und sie ha­ben die­se Ge­le­gen­heit her­vor­ra­gend ge­nutzt.“

Ul­rich Rei­fen­häu­ser, Vor­sit­zen­der des Aus­stel­ler­bei­rats der K 2019 zeig­te sich hoch­er­freut über den Ver­lauf der K 2019: „Die Kunst­stoff- und Kau­tschu­k­in­dus­trie konn­te ein­mal mehr un­ter Be­weis stel­len, dass Kunst­stoff nicht nur ein sehr wert­hal­ti­ger Werk­stoff mit her­vor­ra­gen­den Ei­gen­schaf­ten ist, son­dern die Bran­che auch Ver­ant­wor­tung ent­lang der ge­sam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te über­nimmt. Die Schlag­wor­te der K 2019 „Nach­den­ken. Um­den­ken. Quer­den­ken. Neu­den­ken“ spie­gel­ten sich 1:1 an den Aus­stel­ler­stän­den wi­der. Noch nie hat sich die Bran­che so ein­stim­mig ei­ner The­ma­tik an­ge­nom­men und so ge­schlos­sen an Lö­sun­gen ge­ar­bei­tet, wie jetzt bei den The­men rund um Um­welt­ver­träg­lich­keit, Res­sour­cen­scho­nung und Ab­fall­ver­mei­dung. Es herrscht eine re­gel­rech­te Auf­bruch­stim­mung in der Bran­che, die ak­tu­el­le Dy­na­mik ist über­wäl­ti­gend.“

Quelle: Messe Düsseldorf / ctillmann

Und auch hin­sicht­lich der kon­kre­ten Nach­fra­ge an den Mes­se­stän­den setz­te sich die po­si­ti­ve Grund­stim­mung der K 2019 fort: „Es hat sich ge­zeigt, dass ge­ra­de jetzt der glo­ba­le Be­darf an in­no­va­ti­ven Ma­schi­nen und Roh­stof­fen sehr hoch ist, trotz ak­tu­el­ler Span­nun­gen im Welt­han­del oder der Lage ein­zel­ner Ab­neh­mer­bran­chen. Die dies­jäh­ri­ge K hat un­se­re Er­war­tun­gen weit über­trof­fen und konn­te wich­ti­ge Im­pul­se für nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten und neue Ge­schäfts­mo­del­le set­zen“, so Rei­fen­häu­ser.

Die auf Be­su­cher­sei­te am stärks­ten ver­tre­te­nen Na­tio­nen nach Deutsch­land wa­ren Ita­li­en, die Nie­der­lan­de, In­di­en, die Tür­kei und Chi­na, di­rekt ge­folgt von den USA. Au­ßer­dem konn­te ein deut­li­cher Zu­wachs bei Fach­be­su­chern aus der rus­si­schen Fö­de­ra­ti­on, Ja­pan und Bra­si­li­en ver­zeich­net wer­den.

Wäh­rend für das deut­sche Fach­pu­bli­kum die Stei­ge­rung der Wirt­schaft­lich­keit als ak­tu­ell wich­tigs­tes The­ma vor­ne lag, stand die Er­wei­te­rung des Pro­dukt­spek­trums für die eu­ro­päi­schen und au­ßer­eu­ro­päi­schen Mes­se­gäs­te im Vor­der­grund.

Die K konn­te ein­mal mehr auch als Pre­mie­ren­platt­form punk­ten, auf der vie­le zu­kunfts­wei­sen­de Pro­duk­te und An­wen­dun­gen das ers­te Mal der Welt­öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt wur­den. Da­bei wur­den die Neu­hei­ten nicht nur be­staunt, son­dern auch be­reits sehr vie­le kon­kre­te Ver­hand­lun­gen ge­führt und Ver­trä­ge un­ter­zeich­net.

„Wir konn­ten eine über­aus hohe In­ves­ti­ti­ons­be­reit­schaft fest­stel­len und dies über alle Na­tio­nen hin­weg. Ge­ra­de das Neu­kun­den­ge­schäft war in die­sem Jahr höchst er­freu­lich. Wir ge­hen sehr zu­ver­sicht­lich auch von ei­nem star­ken Nach­mes­se­ge­schäft aus“, so Rei­fen­häu­ser. Bei den Gäs­ten aus al­ler Welt stan­den ins­be­son­de­re Er­wei­te­rungs­in­ves­ti­tio­nen weit oben auf der Lis­te, da­bei ins­be­son­de­re in Ex­tru­der- und Ex­tru­si­ons­an­la­gen. Die Be­su­cher­be­fra­gung zur K er­gab dar­über hin­aus, dass das In­ter­es­se an Ma­schi­nen und An­la­gen zum Auf­be­rei­ten und Re­cy­cling in­ter­na­tio­nal deut­lich hö­her ist als in Deutsch­land.

Das um­fang­rei­che Rah­men­pro­gramm der K 2019 mit Im­puls­re­fe­ra­ten und hoch­ka­rä­tig be­set­zen Dis­kus­sio­nen, etwa zu er­neu­er­ba­ren Ener­gi­en, Ma­te­rialef­fi­zi­enz oder Null-Ab­fall-Pro­duk­ti­on, fand ho­hen Zu­spruch beim in­ter­na­tio­na­len Pu­bli­kum, ins­be­son­de­re die Son­der­schau der K 2019 „Pla­stics sha­pe the fu­ture“. Im Mit­tel­punkt stan­den in die­sem Jahr die In­no­va­ti­ons­kraft von Werk­stoff und Bran­che in Sa­chen Res­sour­cen­scho­nung, Di­gi­ta­li­sie­rung, Funk­tio­na­li­tät, er­neu­er­ba­re Ener­gi­en, Kreis­l­auf­wirt­schaft und Nach­hal­tig­keit. Nicht aus­ge­spart wur­den zu­dem kri­ti­sche The­men wie Kunst­stof­f­ab­fall in den Welt­mee­ren, die Weg­werf­men­ta­li­tät rund um Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen und der Ein­satz end­li­cher Res­sour­cen für die Her­stel­lung.

Die nächs­te K fin­det vom 19. bis zum 26. Ok­to­ber 2022 in Düs­sel­dorf statt.

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